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Herzlich willkommen bei der Initiative Angermund e.V.

BAhnlärmMachtKrankJeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Bahnlärm macht krank !

Die Initiative Angermund e.V. kämpft seit 20 Jahren gegen den krankmachenden Bahnlärm und die Erschütterungen in Düsseldorf-Angermund.

Angermund: Der zentrale Trassenabschnitt und das Verbindungsstück zwischen den Metropolregionen im Ruhrgebiet und Rheinland – dicht getaktet und hochbelastet.

Die heute bereits viergleisige Hochleistungstrasse in Düsseldorf-Angermund ist das  Nadelöhr und wichtigstes Bindeglied zwischen den Metropolregionen im Ruhrgebiet und Düsseldorf/Rheinland und gilt als eine der dichtest befahrensten Bahntrassen. In Angermund gibt es bislang KEINEN Lärmschutz an der Bahntrasse, obwohl an der Trasse  Schallpegel von über 95 Dezibel gemessen wurden.

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Bahnlärm und Erschütterungen in Endlosschleife in Düsseldorf-Angermund.

Weiterer Gleisausbau und RRX: Verkehr nach dem Fließbandprinzip mitten durch Angermund

Im Zuge des  Rhein-Ruhr-Express (RRX) wird die Trasse in Angermund um weitere 50%  ausgebaut. Insgesamt sechs Gleise werden dann eine fast 40 m breite Trassenschneise mitten durch unseren Stadtteil ziehen.

Mit dem Gleisausbau sind dann sog. Systemtrassen geplant, die den Betrieb  von RRX (160 km/h) und Fernverkehr (bis zu 200 km/h) nach einem Fließbandprinzip ermöglichen.

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Ein Blick auf das neuste Linienkonzept des RRX zeigt eins ganz klar: Nach Gleisausbau werden sämtliche RRX-Linien, sieben Stück an der Zahl, mit  160 km/h mitten durch Düsseldorf-Angermund rasen. Die RRX-Nutzenstudie geht von täglich 52.000 Einpendlern aus dem Ruhrgebiet nach Düsseldorf mit dem RRX aus. Wohlgemerkt: 52.000 Einpendler pro Tag, jeden Tag durch Angermund!

Laut Aussagen der Deutschen Bahn fahren heute bereits 500 Züge täglich durch Angermund und sie kündigt selber an, dass es bis 2025 700 sein werden –  täglich 700 Personen- und Güterzüge mitten durch Angermund.

Summa summarum macht das  255.500 Züge im Jahr.

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Hinzu kommen in ganz erheblichem Maße  Ausweichverkehre. Leider eher die Regel, als eine Ausnahme:  Immer wenn es auf anderen Trassen in NRW hakt, wird der Schienen- verkehr auf die Angermunder Trasse umgeleitet.

Eisenbahnschienen sind langlebige Wirtschaftsgüter, die mindestens 70-100 Jahre genutzt werden. Deshalb ist es folgerichtg, den Lärmschutz für Angermund entsprechend langfristig zu planen. Leider schaut die Deutsche Bahn nur bis 2025:  Was danach durch Angermund verkehrt, wird in ihren Schallschutzplanungen nicht einbezogen. Dabei ist allen klar: Der Gleisausbau dient nicht nur dem RRX, sondern erhöht die Aufnahmekapazität auf diesem Trassenabschnitt im erheblichen Maße auch für den Fernverkehr und den Güterverkehr.

Angermund ist eine ausgewiesene TEN Strecke und zählt zu den zentralen transeuropäsichen Verkehrskorridoren.  Wir müssen davon ausgehen, dass diese auch als Transitstrecke für den Güterverkehr zwischen den Benelux-Seehäfen und. dem Gotthardtunnel in der Schweiz dann intensivst genutzt wird. Sechs Gleise wollen ausgelastet werden – Hauptprofiteur ist die DB Netz AG, die für jeden Zug Trassenentgelte kassiert.

 

 

Schallschutzvariante der DB Netz AG: Weisse Salbe.

Trotz  der enormen Zugzahlen, der enormen Belastung, Gesundheitsrisiken für die Menschen die in Angermund wohnen und die mittelfristige Aufnahmekapazitäten für die Tasse, plant die Deutsche Bahn mit dem Gleisausbau lediglich Lärmschutzwände an den beiden Aussengleisen und das zweifelhafte Schienenschleifen, bekannt als Besonders-Überwachte-Gleis (BüG = Schienenschleifen) als aktiven Schallschutz.

Die Angermunder wehren sich massiv gegen diese unzureichenden Schallschutzplanungen der Deutschen Bahn. Denn:

  • Lärmschutzwände haben eine physikalisch begrenzte Wirksamkeit und wirken nur in unmittelbarer Gleisnähe (bis ca. 100m Entfernung), ebenerdig  und in unmittelbarer Nähe der Lärmquelle gut.
  • Im Nahbereich sind durch Lärmschutzwände lediglich Dezibelreduktionen von 7-10 dB(A) möglich. Weiter weg noch weniger: Nur ca. 5 dB(A). Angermunder Bürger haben in 2015 in Gleisnähe Dezibelwerte zwischen 80-95 dBA gemessen.
  • Angermund wird eine nahezu 40 Meter breite Trasse bekommen. Die Lärmschutzwände sind nur an den beiden äußeren Gleisen platziert. Die mittleren vier Gleise sind völlig ungeschützt.
  • Der Lärm wird als Lärmteppich in Endlosschleife auf den ganzen Stadtteil niedergehen mit enormen Folgen für uns alle.
  • Wesentliche Schallquelle  beim Hochgeschwindigkeitsverkehr (ICE’s, IC’s, RRX …) sind u.a. die Stromabhnehmer am vorderen Triebkopf. Diese liegen exponiert deutlich oberhalb der geplanten Lärmschutzwände. Schutz also gleich Null.
  • Lärmschutzwände sind wirkungslos bei Bodenvibrationen. Die alten Bahndämme in Angermund haben diesen ERSCHÜTTERUNGEN nichts entgegenzusetzen. Diese Vibrationen dämpft nur ein neuer moderner Gleisunterbau, wie sie bei Einhausung der Initiative Angermund geplant ist.
  • BüG: Das Schienenschleifen ist in seiner Wirksamkeit höchst umstritten ( siehe: BÜG-Studie) und dient zum Kleinrechnen von Bahnlärm.
  • Besonders bitter: Ausweichverkehre belasten Angermund zusätzlich und werden zudem im Schallschutzgutachten NICHT berücksichtigt. Die Berechnungen im Schallschutzgutachten gehen  an der Wirklichkeit in Angermund weit vorbei, denn Ausweichverkehre sind in Angermund  eher die Regel, als die Ausnahme.
  • Städtebaulich ist diese Lösung ein Desaster: Die Lärmschutzwände zerschneiden den Stadtteil mit rund 5,5 Meter hohen Mauern unwiderruflich  in Ost und West. Sichtachsen entfallen, Lärmflucht sprich Wegzug von Menschen aus Angermund ist zu befürchten. Zum Vergleich: Die Berliner Mauer war „nur“ 3,80 Meter hoch.
  • Angermund mit dem Naturschutzgebiet Überanger Mark muss geschützt werden – es ist u.a. ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet für viele Menschen aus den Städten im Ballungsraum Rhein-Ruhr. Eine weitere Verlärmung muss gestoppt werden.
  • Angermund ist heute schon von enormen Umgebungslärm betroffen: 500 Züge pro Tag plus die Ausweichzüge, Flughafen, B8N, B 288, Autobahnen …
Die bisherigen DB-Schallschutzplanungen – die herzkömmlich DB-Standardlösung aus Schallschutzmauer/Schienenschleifen/passiver Schallschutz  ist für die außerordentlich breite, u.a. mit dicht getakteten Hochgeschwindigkeitsverkehren und mit Güterverkehren gespickte Trasse in Düsseldorf-Angermund, völlig ungeeignet.

Bildschirmfoto 2015-11-12 um 11.55.46Schallschutzplanungen der DB lediglich weisse Salbe! Bei der Belastung  und Breite der Angermunder Trasse sind zwei Lärmschutzwände völlig unzureichend.

Seit März 2015 fordert die Initiative Angermund von der DB Netz AG deshalb eine wirklich wirksame Schallschutzvariante für den hoch belasteten Stadtteil im Norden von Düsseldorf. Die DB Netz AG stellt daraufhin eine absurd teure bergmännische Tunnellösung für Angermund als Abschreckszenarion bzw. Totschlagargument vor.

Initiative läßt alternativen Schallschutz durch externe Experten ausarbeiten.

Da es offensichtlich nicht zu einer einvernehmlichen und verträglichen Lösung in Sachen Schall- und Gesundheitschutz in Angermund kommt, ist unsere Bürgerinitiative einen ungewöhnlichen Weg gegangen und beauftragt  im Sommer 2015 die renommierten und unabhängigen Tunnelplaner der Firma Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH, eine vertiefte Machbarkeitsstudie nach den Richtlinien des Eisenbahnbundesamts (EBA) für die Einhausung in Angermund zu erstellen, die seit September 2015 vorliegt.

Dieses Gutachten wird den Menschen in Angermund als auch den politischen Entscheider vom Bund, Land NRW und der Stadt Düsseldorf durch die Firma Spang persönlich vorgestellt und erläutert.

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Resümee des Gutachtens: Die Einhausung ist in Angermund zweifelsfrei realisierbar.

Dabei wird nicht wesentlich mehr Fläche in Anspruch genommen, als bei der Lösung der Deutschen Bahn mit Lärmschutzwänden. Ebenfalls genauestens berücksichtigt und abgeklärt: Rampensteigung, Grundwasser, Fluchtwege,Brand-/Katastrophenschutz, Rettungs-/Zuwege, Bauablauf im laufenden Betrieb.

Die Einhausung: Tiefer gelegte Gleise mit Deckel

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(Darstellung des Querschnitts)

Die Einhausungsvariante der Initiative Angermund ist  eine nachhaltige Lösung und ein Modell, wie das verträgliche Miteinander zwischen dicht besiedelten Ballungsräumen mit vielgleisigen Hauptverkehrstrassen und der  – im Grundgesetz verankterte –  Schutz der gesundheitlichen Unversehrtheit für die Trassenanrainer in der Zukunft aussehen könnte.

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