Schienengipfel 2019: Starke Zunahme der Schienenverkehre prognostiziert

Bahnexperten prognostizieren starkes Verkehrswachstum bis 2029 auf Schienengipfel des BMVI

 

– Verdopplung der Passagierzahlen im Personenschienenverkehr
– Marktanteil des Schienengüterverkehrs von 25-30%

Bahnexperten prognostizieren unisono starkes Wachstum auf deutschen Gleisen beim diesjährigen Schienengipfel des Bundesverkehrsministeriums am 7. April 2019.

Die Verlagerung von Verkehren auf die Schiene finden wir wichtig und richtig, wenn die Verkehrswende gelingen soll.

Doch werden die Bahnanrainer bei der Verkehrswende womöglich die Verlierer sein? Wir müssen es leider befürchten.

Denn während mit voller Tatkraft und Verve die Leistungsfähigkeit der Schiene in den nächsten 10 Jahren und darüber hinaus massiv erhöht werden wird, reichen die Verkehrsprognosen und damit die Dimensionierung des Schallschutzes im Rahmen des RRX- Infrastrukturausbaus bislang nur bis zum Jahr 2025.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass alles, was zusätzlich an Verkehren nach dem Jahr 2025  auf den Angermunder Gleisen verkehren wird, in der Schallschutzplanung unberücksichtigt bleibt.

Wir meinen: Das passt nicht zusammen.

Wer Verkehre so massiv auf die Schiene verlagern wird (Deutschlandtakt, längere Züge, Digitalisierung / ETCS …), muss auch die Verkehrsprognosen anpassen und vor allem längerfristig ausrichten und den Schallschutz ensprechend dimensionieren.

Ganz konkret: Die zwei geplanten geplanten Lärmschutzwände für die sechsgleisige Schienen-Hauptschlagsader, die mitten durch Angermund führen soll, reichen beileibe nicht. Es sei denn, die Gesundheit und Lebensqualität der Anrainer spielen bei dieser Verkehrswende (mal wieder) nur eine sehr bescheidene Rolle.

Video, Quelle: BMVI, April 2019