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Über uns

Herzlich willkommen bei der Initiative Angermund e.V.

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Wir wehren uns und fordern eine leise Bahn und dringend gebotenen Lärmschutz – denn Bahnlärm und Erschütterungen machen krank.

Bahnlärm und Erschütterungen machen krank !

Gegründet bereits in 1997, kämpft die Initiative Angermund e.V. seit 20 Jahren für eine leise, emissionsarme und verträgliche Schiene in Düsseldorf-Angermund.

Angermund: Der zentrale Schienenweg für Eisenbahnverkehre in NRW, Deutschland und Europa. Dicht getaktet, laut und seit Jahren überlastet.

Die heute bereits viergleisige Hochleistungstrasse in Düsseldorf-Angermund ist das zentrale Nadelöhr und wichtigstes Verbindungsstück der Eisenbahn-Durchgangsverkehre zwischen:

  • Rheinland und Ruhrgebiet
  • Nord- und Süddeutschland
  • Ost- und Westdeutschland
  • und vieler transeuropäischer Routen

Unser Trassenabschnitt gilt als einer der dichtest befahrenen Europas. Vom Güterzug, Gefahrgut, schnellen ICE/IC-Fernverkehr, Regionalexpress über Thalys, S-Bahnen und, und, und … rund 680 Züge fahren täglich mitten durch den Stadtteil. Entsprechend viele Pendler und Bahnreisende in ganz Deutschland kennen Angermund, denn sie sind auf ihren Bahnfahrten zwangsläufig schon durch unseren Stadtteil gefahren.

Schienenverkehr verursacht krankmachende Schallpegel von 99 Dezibel

Die Konsequenz für uns Angermunder: Mitten durch unser Zuhause führen nicht enden wollende und ungebremste Schienendurchgangsverkehre. Wir sind pausenlosem Lärm – oft vergleichbar mit dem eines Presslufthammers – ungeschützt ausgesetzt. Deshalb fordern die Menschen seit Jahrzehnten dringend notwendigen Lärmschutz für die Eisenbahnstrecke.

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Ein Foto aus vergangenen Tagen: Es zeigt das ehrwürdige Hotel Litzbrück … und immer in unmittelbarer Tuchfühlung: Züge, die völlig ungeschützt vorbeirasen.

Doch bis heute werden wir Betroffene vertröstet. Schallschutz sucht man in Angermund vergeblich. Und das , obwohl die Taktung und die Lautstärke auf der Schiene immer weiter zugenommen hat und bereits in den 1990’er Jahren gutachterlich ohrenbetäubende Schallpegel von 99 Dezibel gemessen wurden.

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Krach im Vergleich. Quelle: Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V.

Zu den Folge zählen: Unsere Kinder müssen sich auf ihrem Weg zur Kita und Schule die Ohren zuhalten.

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„Zur Lindung“: Zentrale Straße für viele Kinder auf dem Weg zur Grundschule, Kita oder zum Spielplatz. Nur ca. 5 Meter entfernt – die Gleise ohne jeglichen Schallschutz.

Gespräche im Garten oder bei gekippten Fenster  werden durch Lärm unterbrochen, massiv gestört oder sind  in den Rush-Hour-Zeiten oft nicht möglich. Die Erschütterungen lassen regelmäßig Gläser in unseren Regalen klirren und verursachen Risse und Schäden in der Bausubstanz unserer Wohnungen und Häuser. Doch nicht nur das: Dieser endlose Krach raubt uns den Schlaf, die Lebensqualität und schlimmer noch die Gesundheit.

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Lärmkartierung des Eisenbahnbundesamtes, Stand 2014. Man bachte: Bahnlärm wird berechnet und nicht gemessen. Tatsächlich gemessene Lärmwerte fallen deutlich höher aus. Auch fehlt eine Differenzierung der Dezibelwerte oberhalb 75 Dezibel gänzlich.

Lärmwirkungsforschung spricht eine deutliche Sprache

Mediziner und Wissenschaftler und Politiker schlagen Alarm. Es ist heute völlig unbestritten, dass Dauerlärm die Gesundheit schädigt und Leben verkürzen kann.

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Vorsicht an der Bahnsteigkante – insbesondere an der lauten Angermunder Trasse. Die  Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die EU warnen schon lange vor den Gesundheitsgefahren durch Dauerlärm. Jahrzehnterlanger Bahnlärm mit hohen Schallspegel – wie in Angermund – macht Menschen krank. Bild: Europäische Kommission

Die Menschen in Angermund zahlen einen sehr hohen Preis dafür, dass die Deutsche Bahn ihre  Trasse für ihre Züge und Eisenbahnverkehre immer weiter ertüchtigt hat.  Mit jedem Fahrplanwechsel bringen die kontinuierlich steigenden Zugzahlen den Angermundern noch mehr Lärm und noch mehr Erschütterungen.

1978: Bahnlärm belastet die Angermunder bereits seit 40 Jahren

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40 Jahre und kein bißchen leise. Bereits vor 40 Jahren  forderten die Angermunder dringend gebotenen Schallschutz. Passiert ist bis heute nichts.

Diese Belastungen ertragen die Menschen in Angermund nun schon jahrzehntelang, auch weil ihnen klar ist, wie wichtig unsere vier dicht befahrenen Gleise für verläßliche Bahnverbindungen in ganz Deutschland sind. Wir fragen uns: Geht man so mit Bürgern um? Ist dies respektvolle Nachbarschaft?

Die unendliche Geschichte – Lärmschutz für Angermund

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Lärmschutz in Angermund: Seit Jahrzehnten eine unendliche Geschichte. Quelle Lokalkurier, 17.04.2008.

Mit dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) sollen die Bahngleise in Angermund um weitere 50% auf 6 Gleise ausgebaut werden, damit mehr Menschen auf Züge umsteigen und mehr Güter auf den Schienen transportiert werden können.

Gleisausbau in Angermund: Für den RRX und die Verkehrswende in Deutschland.

Wir begrüßen dies ausdrücklich, damit es weniger Staus auf unseren Strassen gibt, unsere Luft sauberer wird und die Verkehrswende in Deutschland gelingt.

Des Pendlers Freud, des Angermunders Leid?

Doch die Sorgen der Angermunder rund um diesen massiven Schienenausbau in unserem Stadtteil sind zu Recht sehr groß. Seit Jahrzehnten sind sie leidgeprüft durch die schädlichen Emissionen, die durch die Schienenverkehre verursacht werden und die unsägliche Zerschneidung des Stadtteils durch die breite Bahntrasse. Sie befürchten, dass nun abermals eine massive Verkehrszunahme  einseitig zu ihren Lasten umgesetzt und  die Rosenstadt städtebaulich unwiderruflich  in Angermund-Ost und Angermund-West getrennt wird. Die Ankündigungen zum Gleisausbau und RRX lesen sich entsprechend.

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Angermund ist massiv vom RRX betroffen, denn sämtliche sieben Linien werden Non-Stop durch Angermund rasen. Bild: Verkehrsministerium NRW.

Ein Blick auf das Linienkonzept des RRX zeigt ganz klar: Angermund liegt auf der Kernstrecke des RRX. Nach dem Gleisausbau werden sämtliche sieben RRX Linien sehr dicht getaktet mit 160 km/h mitten durch den Stadtteil rasen. Experten gehen davon aus, dass allein die Züge des RRX dann täglich 52.000 Einpendler aus dem Ruhrgebiet in Richtung Düsseldorf bringen. Wohlgemerkt: 52.000 Einpendler pro Tag. Jeden Tag. Mitten durch Angermund.

RRX: 52.000 Einpendler pro Tag. Jeden Tag. Mitten durch Angermund.

Ferner sind mit dem Gleisausbau sogenannte Systemtrassen geplant, die den Betrieb der schnellen RRX Doppelstock-Züge (160 km/h) und der ICE/IC Fernverkehre (Geschwindigkeit 200 km/h) nach dem Fließbandprinzip ermöglichen.

Angermunds Zukunft: Personenschienenverkehr nach dem Fließbandprinzip.

Fließbandprinzip. Das bedeutet für die Menschen in Angermund: Leben an einer hochautomatisierten Non-Stop-Trasse, Leben an einer zentralen Verkehrsachse – optimiert und ausgerichtet auf Verkehrsströme, Pendler und Fernreisende. Doch nicht nur im Personenschienenverkehr rollt ein „Tsunami“ auf Angermund zu.

Angermund liegt sehr zentral und ist  TEN-Kernstrecke. Noch mehr Güterzüge im Anmarsch.

Nach dem Gleisausbau in Angermund können Züge gemäß ihrer Geschwindigkeiten sortiert und u.a. über elektronische Stellwerke (ESTW) verdichtet werden. Deshalb muss in Zukunft auch von einer weiteren Zunahme der Güterverkehrsströme auf der Angermunder Trasse ausgegangen werden.

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Angermund ist TEN Korridor und wird in Zukunft noch mehr Güterverkehre verkraften müssen. Bild: Port of Antwerp.

Fachleute prognostizieren, dass unsere Trasse auch als Transitstrecke u.a. für den Güterverkehr zwischen den Benelux-Seehäfen via dem Gotthard-Basistunnel in der Schweiz , Richtung Südeuropa  genutzt wird. Apropos Prognose: Eisenbahnschienen sind bekanntermaßen sehr langlebige Wirtschaftsgüter, die mindestens 100 Jahre genutzt werden. Deshalb ist es nur folgerichtig, den Schallschutz für Angermund entsprechend langfristig auszurichten. Leider plant der Vorhabensträger – die DB Netz AG – aber für Angermund nur sehr kurzfristig – und zwar bis 2025: Die Schienenverkehre, die danach durch Angermund verkehren und ein Mehr an Emissionen verursachen, bleiben bei den Berechnungen und Planungen (insbesondere beim Schallschutz) völlig unberücksichtigt.

Eisenbahnschienen sind langlebige Wirtschaftsgüter. Nachhaltige Planung mit langfristiger Prognose für Angermund ist ein Muss.

Dabei ist allen klar: Der Gleisausbau in Angermund dient der deutlichen Taktverdichtung in den nächsten Jahrzehnten – und das sowohl beim Personenschienenverkehr, als auch beim Schienengüterverkehr.

Schallschutzplanungen der DB Netz AG: Weiße Salbe und ein städtebauliches Desaster.

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So nicht! Die DB Netz AG will für Angermund die Minimallösung in Sachen Gesundheitsschutz, Nachhaltigkeit und städtebaulicher Verträglichkeit.

Der geplante Schallschutz der Deutschen Bahn ist für die vielgleisige und außerordentlich dicht befahrene Angermunder Trasse ungeeignet.

Trotz …

  • der außerordentlich hohen Zugzahlen in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten, die durch Angermund fahren werden,
  • der enormen Gesundheitsrisiken und -belastungen für die Bevölkerung
  • und der städtebaulich sehr problematischen Lage der 6 Gleise mitten im Stadtteil

… plant die DB Netz AG lediglich Lärmschutzwände an den beiden Außengleisen (Gleis 1 und Gleis 6) und das zweifelhafte Schienenschleifen – bekannt als das Besonders-Überwachte-Gleis (BüG) – als Maßnahmen zum aktiven Schallschutz an der Lärmquelle.

Bausünde mit Ansage: Die geplanten Lärmschutzwände zerschneiden Angermund unwiderruflich

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Bausünde mit Ansage – mit dem RRX kommt das städtebauliche Desaster. Die Visualisierung zeigt, was die Pläne der DB Netz AG mit Angermund anrichten werden (hier: „Zur Lindung“).

Wir Angermunder wehren uns zu Recht gegen diese unzureichenden Planungen in Sachen Gesundheitsschutz, Nachhaltigkeit und städtebaulicher Verträglichkeit. Denn:

  • Lärmschutzwände haben eine physikalisch begrenzte Wirksamkeit.
  • Lärmschutzwände bieten nur in unmittelbarer Gleisnähe einen gewissen Schutz (bis ca. 100m Entfernung). Und das nur für niedrige/ebenerdige Geschosse. Alle Angermunder, die weiter als 100 Meter von den Gleisen entfernt leben, sind betroffen.
  • Im Nahbereich sind durch Lärmschutzwände lediglich Dezibel-Reduktionen von 7-10 dB(A) möglich. Weiter entfernt noch weniger: Nur ca. 5 dB(A). Zum Vergleich: Gutachter der Universität Düsseldorf haben in Gleisnähe Schallpegel bis 99 Dezibel gemessen.
  • Der Lärm wird zudem durch die Lärmschutzwände reflektiert sowie als Lärmteppich in Endlosschleife auf den ganzen Stadtteil niedergehen.
  • Wesentliche Schallquelle beim Hochgeschwindigkeitsverkehr (ICE’s, IC’s, RRX …) sind u.a. die Stromabnehmer am Triebkopf. Es tritt enormer Strömungslärm auf. Diese Schallquellen liegen deutlich oberhalb der geplanten Lärmschutzwände. Schutz also gleich Null.
  • Lärmschutzwände sind wirkungslos bei Bodenvibrationen und Erschütterungen.
  • Städtebaulich ist diese Lösung ein Desaster: Die Lärmschutzwände zerschneiden den Stadtteil mit rund 5,5 Meter hohen Mauern unwiderruflich in Angermund Ost und Angermund West. Zum Vergleich: Die Berliner Mauer war „nur“ 3,60 Meter hoch.
  • Durch die hohen Mauern entfallen wichtige Sichtachsen, Verschattungen sind vorprogrammiert.
  • Unser Dorf soll schöner werden: „Grafitti Künstler“ können sich in Angermund großflächig „austoben“. Kostprobe in Nähe der Angermunder Gleise gefällig?

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    Graffiti Schmierereien beschädigen heute schon Grundstücke in Gleisnähe von Angermund. Wertverlust von Immobilien und Lärmflucht gibt es gratis dazu.
  • Lärmflucht – sprich der Wegzug von Menschen aus Angermund –  ist quasi vorprogrammiert. Bereits heute stehen diverse Immobilien in Gleisnähe leer. Wer’s sich leisten kann, sucht sich ein neues Zuhause.
  • Das sog. Besonders-Überwachte-Gleis (BüG) – eine von der DB Netz AG geplanten Maßnahme für Angermund –  ist als Schallschutzmaßnahme sehr umstritten (siehe: BÜG-Studie). Kritiker weisen darauf hin, dass diese im wesentlichen dem Kleinrechnen von Bahnlärm dient. Zudem berichten Anwohner, dass es nach dem Schleifen meist lauter als leiser wird.
  • Ausweich- und Verstärker-Verkehre belasten Angermund zusätzlich und werden in den Planungen der DB Netz AG (u.a. Schallschutzgutachten) nicht berücksichtigt
  • Auch Tiere, Umwelt, der Nabu-Top und die angrenzenden Naturschutzgebiete (u.a. Überanger Mark) rund um Angermund werden durch die bisherigen Schallschutzplanungen der DB Netz AG nur unzureichend geschützt.
  • Angermund ist u.a. ein beliebtes Naherholungsgebiet für viele Menschen aus den Städten im Ballungsraum Rhein-Ruhr. Eine weitere Verlärmung muss gestoppt werden.
  • Angermund ist im besonderen Maße von zusätzlichem Umgebungslärm belastet. Dieser Gesamtlärm wird ebenfalls bei den Planungen nicht berücksichtigt (Düsseldorfer Flughafen, Autobahnen, Landstraßen etc.).
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Planer der DB Netz AG stellten den Angermundern erst  im November 2014 ihre quasi fertigen RRX Planungen vor. Viele Angermund waren entsetzt.

Als die Planer der DB Netz AG erst im November 2014 erstmalig ihre Vorstellungen zum Gleisausbau präsentiert haben (siehe Bericht vom WDR/Lokalzeit Düsseldorf vom 24. November 2014), trauten viele Angermunder ihren Ohren nicht: Trotz 6 Gleise und einer gigantischen Zunahme an Zügen, die quasi durch unsere Vorgärten fahren, gab es in Sachen Gesundheitsschutz, Nachhaltigkeit und städtebaulicher Verträglichkeit allenfalls „Karo Einfach“. Die vorgestellten DB-Planungen waren quasi fertig.  Eine frühere Einbindung und Abstimmung mit den Angermundern, die bekanntlich durch den enormen Gleisneubau massiv betroffen sind, hielt man von Seiten der Deutschen Bahn offensichtlich für nicht nötig. Von den schlechten Planungen überrumpelt , war vielen Angermundern klar: So nicht. So wird das nichts mit dem Gleisausbau und der Verkehrswende.   Der Widerstand der Menschen in Angermund ist groß. Eine Verzögerung des dringend benötigten Gleisausbaus durch Einwendungen und Klagen im Rahmen des noch einzuleitenden Planfeststellungsverfahrens (PFA 3.1) ist aufgrund der bisherigen Planungen der DB Netz AG leider unausweichlich. Viele Bürger sehen sich unter den bisher vorgestellten Bedingungen gezwungen, nicht nur Einwendungen einzureichen sondern auch den Klageweg zu beschreiten.

Initiative Angermund läßt alternativen Schallschutz durch Experten ausarbeiten.

Frei nach dem rheinischen Motto „Net quake, make!“ (frei übersetzt mit „Besser machen, statt motzen“) haben wir in unserem Verein ein Team aus Ingenieuren, Stadtplanern und „tatkräftigen Optimisten“ zusammengetrommelt und gemeinsam mit externen Experten der Dr. Spang Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH mit eigenen Mitteln eine nachhaltige Alternative in Form einer Einhausung der Trasse erarbeitet. Dabei werden die sechs Gleise tiefer gelegt, mit einem Deckel versehen und die schädlichen Emissionen eingepackt. Selbst eine geländegleiche Lösung erscheint grundsätzlich möglich.

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Christian Spang, Geschäftsführer der Spang GmbH, präsentiert den Angermundern die Machbarkeit der Gleiseinhausung.

Vorteile der Einhausung

Die Vorteile der Einhausung sind massiv: Unser Lösung bringt in Einklang, was in Einklang gehört. Nämlich: Die dringend nötige Verkehrsverlagerung auf die Schiene mit dem menschlichen Grundbedürfnis nach Gesundheit und einem lebenswerten Stadtteil.

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Visualisierung der Einhausung für Angermund: Blickrichtung Nord mit S-Bahn Haltepunkt und dem Hotel Litzbrück, Stand: Sommer 2017. Lärm und Erschütterung werden eingepackt.

Das Recht auf Gesundheit ist im Grundgesetz übrigens unmißverständlich verankert (siehe Artikel 2, Abs. 2 GG). Unsere Planungen haben wir in 2016 vorgestellt und anschließend im Rahmen eines Runden Tischs der DB Netz AG zur Prüfung übergeben.

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Zum Abschluss des Runden Tischs im Feb. 2017 demonstriere Angermunder vor dem Düsseldorfer Rathaus für den seit Jahrzehnten überfälligen Gesundheitsschutz an der Angermunder Bahntrasse.

Objektiver Variantenvergleich bislang nicht möglich

Anfang 2017 bestätigte die DB Netz AG dann die Machbarkeit unserer Einhausung. Bedauerlicherweise lehnt sie aber bis heute eine seriöse und ergebnisoffene Weiterplanung unserer Lösung im Rahmen eines objektiven Variantenvergleichs ab. Diese fordert aber auch die Politik: Der Düsseldorfer Stadtrat beschließt deshalb im März 2017 einstimmig, den Antrag von CDU und der Ampel-Koalition (SPD/FDP/Grüne): „Lärmschutz beim RRX – Einhausung der Gleise in Angermund weiter planen und ergebnisoffen prüfen“.

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Die Politik fordert einen fairen Variantenvergleich. Dazu muss die Machbarkeitsstudie zur Einhausung weiter geplant werden, Quelle: RP31.03.2017.

Die Stadt Düsseldorf hat seit dem die STUVA Studiengesellschaft für Tunnel und Verkehrsanlagen sowie die Pesch Partner Stadtplaner und Architekten sowie das städtische Umweltamt mit der Prüfung einiger ausgewählter Aspekte der Schallschutzlösungen der DB und der Initiative Angermund (Planungsstand 2017) beauftragt.

Die Ergebnisse dieser Prüfungen samt einer Beschlussvorlage wurden der Politik und der Bürgerinitiative Angermund am 19. Dezember 2017 durch die Stadtverwaltung Düsseldorf zur Verfügung gestellt. Die späte Übergabe des Materials an uns betroffene Bürger erst kurz vor Weihnachten verwundert, insbesondere weil die  Gutachten seit Wochen der Stadtverwaltung vorlagen und diese bereits Anfang Januar in den politischen Gremien beraten werden.

Die Auswertung des Materials zeigt, dass im Vergleich zur DB-Variante die Einhausung in Angermund die Lärmgrenzwerte einhält und den gesetzlich verbrieften Vollschutz vor Bahnlärm schafft.

Stadt Düsseldorf profitiert von enormen städtebaulichen Aufwertungen durch die geländegleiche Einhausung der Initiative Angermund

Ferner profitiert die Stadt Düsseldorf von enormen städtebaulichen Aufwertungen, da eine geländegleiche Einhausung die bestehende Komplett-Zerschneidung des Stadtteils durch die Bahn auflöst, Freiflächen schafft und Stadtentwicklung endlich wieder möglich macht.

Jetzt ist ein klares Signal des Düsseldorfer Stadtrats Richtung Berlin gefragt. Denn der Bund ist Auftraggeber: Berlin bezahlt nicht nur den RRX, sondern hat mit dem sog. Rheintalbeschluss auch die Finanzierung aufwändigerer Lärmschutzlösungen, wie die der Einhausung, grund-sätzlich ermöglicht. Die Planungsfortführung der geländegleichen Einhausung muss deshalb in der Beschlussvorlage oberste Priorität haben.

Kein zweites Infrastrukturprojekt greift mit solch großer und langfristiger Tragweite in das Leben der Menschen in Düsseldorf in den kommenden 100 Jahren ein.

Um zukünftig Zeitverluste zu vermeiden, bedarf es zudem einer neuen Kommunikationskultur und der ergebnisoffenen Zusammenarbeit der RRX-Planer mit Betroffenen und Experten der Einhausung. Denn kein zweites Infrastrukturprojekt greift mit solch großer und langfristiger Tragweite in das Leben der Menschen in Düsseldorf in den kommenden 100 Jahren ein. Wir appellieren an die Entscheider der Stadt, die historische Chance durch den RRX Gleisausbaus gleichermaßen zum Nutzen der Stadt, als auch der betroffenen Bürger in den Stadtteilen beim Schopfe zu packen. Denn: Wir sind keine Schutzfälle. Mer sind all Düsseldorfer Mädches un Jonges.

Auch muss darauf hingewiesen werden , dass die RRX-Gutachten der Stadt Düsseldorf zu zwei Dritteln von der Deutschen Bahn bezahlt wurden.
Die geländegleiche Integration der Einhausung wurde leider bislang in den Gutachten nicht berücksichtigt. Ebenso wenig wurden die Initiative Angermund e.V. oder das Ingenieurbüro Spang aktiv in den gutachterlichen Prozess (Definition des Pflichtenhefts, Fragestellung, Abstimmungsprozesse etc.) eingebunden.
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Die Rheinische Post berichtet über die Gutachten und ihre Entstehungsgeschichte.

Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Probleme , Planungsdefizite und Budgetüberschreitungen beim DB  Großprojekt Stuttgart 21 oder bei der wochenlangen Gleissperrung in Rastatt unverständlich.

Unsere Forderungen lauten deshalb:

Wir fordern die Auftraggeber des RRX (sprich: Bundestag) auf:

  • die Deutsche Bahn und/oder unabhängige Ingenieure zu beauftragen, die Einhausung der sechs Gleise in Angermund zur Vorentwurfsplanung weiterzuentwickeln sowie
  • der Deutschen Bahn und/oder unabhängigen Ingenieuren entsprechende Planungsmittel für diese Arbeiten bereitzustellen.

Die dann gewonnene Planungstiefe ermöglicht endlich einen ernsthaften Vergleich der Schallschutzvariante der Bürgerinitiative mit der, der DB Netz AG. Damit wird eine objektive und ergebnisoffene Abwägung endlich möglich. Mehr tagesaktuelle Infos entnehmen Sie bitte hier:

Unser Verein arbeitet ehrenamtlich und freut sich über jede Spende. Last, but not least unsere Videobotschaft, an alle, die uns mit Spenden unterstützen wollen:

Hier gehts zum Impressum der Initiative Angermund e.V.

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