Brandgefahr durch Schienenschleifen der Bahn?

Die Hessenschau berichtet am 28.03.2020 über einen Brand in Wiesbaden, der laut Aussage der Feuerwehr durch das Schienenschleifen bzw. Funkenschlag der Bahn verursacht wurde und für Verletzte und einen Sachschaden in Millionenhöhe sorgte.

Im Bericht heisst es:

Als Brandursache nennt die Polizei Funkenflug von Schleifarbeiten an den nahe gelegenen Bahngleisen. Diese Funken h ätten eine Brombeerhecke in Brand gesetzt, von der das Feuer auf das Firmengelände übergegangen sei. Die Bahnstrecke und eine angrenzende Landstraße mussten wegen des starken Rauchs vorübergehend gesperrt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 1,4 Millionen Euro.

Auch in Angermund schleift die Bahn zu Optimierung Ihrer Infrastruktur ihre Gleise nachts. Und wie nah bei uns Brombeerhecken, Hecken und Gärten und Häuser in Angermund an das Gleisgelände reichen, ist  hinglänglich bekannt.

Bilder aus 2016 zeigen das laute Schleifspektakel samt ungeschützten Funkenflug:

Nächtliches Schienenschleifen in Angermund – völlig ungeschützter Funkenflug

Initiative Angermund weist schon lange auf Brandgefahr durch Schienenschleifen hin

Neben der Gesundheitsgefahr auch durch freigesetzte Feinstäube weisen wir schon lange auf die Brandgefahr durch das Schienenschleifen in unseren Wohngebieten hin.

Auch deshalb  fordern wir, dass die Gleise in Angermund in die Erde gelegt werden.

Auch das akustische Schleifen das sogenannte  „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) als Lärmschutzmaßnahme lehnen wir aus diesem Grund für Angermund ab.

Deshalb: #Lärmdeckel #GleiseunterdieErde #NeinZuBüG

 

Wo ist die Vision für Angermund?

Der Düsseldorfer Stadtteil Angermund steht vor einer massiven Zäsur, weil die Deutsche Bahn Ihre Trasse ausbauen und in Zukunft sogar sechs Gleise mitten durch die Rosenstadt führen will. Jahrelange massive Baustellen, der Abriss der Brücken und eklatante städtebauliche Veränderungen im Ortskern werden die Folge. sein.

Gleisausbau, Brückenabriss, Städtebau –  gibt es für den weitreichenden Umbau in Angermund  ein nachhaltiges Konzept, eine Vision?

Gibt für diesen Umbau von Angermund eine Vision? Das fragt zu Recht auch der Nordbote in seiner aktuellen Ausgabe.


Wir sind überzeugt: Angermund steht eine schicksalhafte Veränderung bevor, bei der die Weichen richtig gestellt werden müssen. Eine nachhaltige Vision für unseren Stadtteil ist mehr als überfällig.

Denn: Der Ausbau der Angermunder Trasse auf dann 6 Gleise, das deutliche Mehr an Zügen, Bahnlärm, Erschütterungen, die noch massivere und unwiderrufliche Zerschneidung von Angermund durch die Bahninfrastruktur, der mögliche Wegfall von grundlegenden Sichtachsen, die Frage nach der Verkehrsführung rund um den S-Bahn Haltepunkt und nicht zuletzt die Frage nach der Lebensqualität für die Angermunder muss nachhaltig gelöst werden.
Jahrzehntelang haben die Angermunder die enormen Belastungen, Nachteile und Schäden durch die Bahntrasse ertragen.
Ein weiter so kann es nicht geben und die Zeit ist überreif, jetzt nachhaltige Lösungen für den hoch belasteten Stadtteil zu planen und umzusetzen.

Der Lärmdeckel der Initiative Angermund löst Zwangpunkte  und die Trennung durch die 6 Gleise sinnvoll auf

Dabei zeigt sich, dass der geländegleiche Lärmdeckel , den die Initiative Angermund eingebracht hat, viele Zwangspunkte löst, die Trennung durch dann sechs Gleise sonnvoll aufhebt und eine Entwicklung des Stadtteils wieder möglich macht. Der Lärmdeckel ist die bessere Lösung –  auch für die zukünftige Verkehrsfürhung rund um die Angermunder Straße.

Deshalb gilt es, die Lösung der Initiative Angermund, den östlichen und westlichen Teil der Rosenstadt zu verbinden und die Gleise in die Erde zu verbannen, weitergeplant werden muss.

Wenig vielversprechend: Gleisausbau und Angermunder Straße

Die Rheinische Post berichtet über unsere Kritik an den derzeitigen Planungen rund um die S-Bahn Haltepunkt und die Angermunder Straße:

Zwangspunkte durch die meterhohen Wände

Die meterhohen Wände, die die Deutsche Bahn kilometerlang mitten in Angermund setzen will, sind nicht nur städtebaulich ein Volldesaster, sondern bilden massive Zwangspunkte, die eine sinnvolle und verträgliche Weiterentwicklung unseres Dorfs quasi unmöglich machen.

Dies offenbart uns der Planungsstand rund um die Angermunder Straße und den Haltepunkt nun auf eindringliche Weise.

Auch alle Angermunder, die nicht gleisnah wohnen, sind davon betroffen, da die Angermunder Straße die wichtigste Verbindungstraße in unserem Stadtteil ist.

Angermunder Strasse und RRX: Welche Zukunftsaussichten hat Angermund?

Mitgliederversammlung der Initiaitive Angermund

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V. am 8. März 2020 bestimmte eine zentrale Frage die Gemüter:  Welche Zukunftsaussichten hat Angermund vor dem Hintergrund des sechsspurigen Gleisausbaus durch die Deutsche Bahn?

Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V.

Bass erstaunt nahmen die Mitglieder zur Kenntnis, was Stadt und Deutsche Bahn rund um den Angermunder S-Bahnhof derzeit offensichtlich planen. Dabei waren nicht nur das städtebauliche Desaster und die unwiderrufliche Zerklüftung von Angermund durch die geplanten meterhohen Wände der Deutschen Bahn mitten in der Rosenstadt ein dominierendes Thema. Auch die weitreichenden Konsequenzen, die sich in der Folge aus den Umplanungen des Bahnhofumfelds und der Angermunder Straße ergeben, wurden intensiv diskutiert.

Aktuelle Planung sorgt für Unverständnis

So stieß die aktuelle Planung der Stadt beide Bushaltestellen (751 und 728) zukünftig auf die Brückenrampe der Angermunder Straße verlegen zu wollen u.a. aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Verkehrsflusses und der Belastungssituation für die angrenzenden Wohngebiete auf breite Ablehnung. Auch die prognostizierte Zunahme der Verkehre auf der Angermunder Straße (+ 34%), der Bau eines neuen Kreisverkehrs, sowie eines Toilettenhäuschens und Busabstellplatzes ebenfalls im Rampenbereich der Angermunder Straße sorgten für Unverständnis.

Jetzt schon Staus auf der Angermunder Strasse

„Durch die derzeitige Baustelle auf der Angermunder Straße muss doch jedem klar sein, wie viel Durchfahrtsverkehr diese Straße bereits aufnimmt und wie schnell es dort bei Engstellen zu langen belastenden Rückstaus im Ort kommt“, betonte Frau Wagner, Vorsitzende der Initiative Angermund.

Bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative bestand Konsens darüber, dass die Zukunftsaussichten für Angermund im Falle einer Umsetzung der inakzeptablen und den Stadtteil massiv trennenden Wänden der Deutschen Bahn inklusive der Planungen rund um den S-Bahn Haltepunkt und der Angermunder Straße, alles andere als rosig sind.

Es bestand Einigkeit darüber, dass es seinerzeit ein Fehler der Stadt Düsseldorf war, nicht selbstbewusst die Weiterplanung des Angermunder Lärmdeckels von der Deutschen Bahn zu fordern. Denn: Die städtebauliche Überlegenheit dieser von der Angermunder Bürgerschaft eingebrachten Lösung samt ihrer Vorteile für die Stadt Düsseldorf werden immer offenkundiger.

Städtebaulich ist die Einhausung alternativlos

Neben den alternativlosen städtebaulichen Qualitäten, eröffnet die geländegleiche und barrierefreie Einhausungslösung viele planerische Möglichkeiten, u.a. die Attraktivität des ÖPNVs und des Fahrradverkehrs zu stärken, so der Tenor der Mitglieder. Auch die zukünftigen Zuwegungen zum Haltepunkt samt Park & Ride und Discounter könnten ebenso wie der Verkehrsfluss auf der Angermunder Straße ebenerdig und elegant gelöst werden. So könnte Angermund nachhaltig weiterentwickelt werden, sind sich die Mitglieder sicher.

Vor diesem Hintergrund beschloss die Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V. einstimmig zwei Forderungen an den Düsseldorfer Stadtrat

  1. Die Mitglieder der Initiative Angermund e.V. fordern den Düsseldorfer Stadtrat einstimmig auf, mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dass der städtebaulich verträgliche Lärmdeckel der Initiative Angermund weitergeplant wird, damit dieser als alternative Planungsvariante in das RRX-Planfeststellungverfahren im Abschnitt 3.1 eingebracht wird und so die Verkehrswende in Düsseldorf schnell vorangetrieben werden kann.
  2. Ferner fordern die Mitglieder der Initiative Angermund e.V. die Stadt einstimmig auf, die Angermunder Bürgerinnen und Bürger an den Planungen rund um den S-Bahn Haltepunk und die Angermunder Straße zu beteiligen.

Aufgrund der enormen Tragweite, die die derzeitigen Planungen der Deutschen Bahn und der Stadt für Angermund haben würden, lädt die Initiative Angermund e.V. alle Angermunder Bürgerinnen und Bürger zu Informationsveranstaltungen ein:

  • Termine: 23. und 24. März 2020, jeweils ab 19:30 Uhr
  • Ort: Angermunder Bürgerhaus (Graf-Engelbert-Str. 9) statt.
  • Die Veranstaltungen sind inhaltlich gleich.

Gesundheitsschutz erst ab 1974?

Am 27. Januar 2020 ist uns das vorläufige Urteil zur Schwarzbauklage  gegen das Eisenbahnbundesamt (Schwarzbauklage) vom 8. Januar 2020 vom Verwaltunsgericht Düsseldorf zugestellt worden.

Wie nach den zwei Verhandlungstagen leider nicht anders zu erwarten war, hat der Richter in dieser Instanz die Schwarzbauklage abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach erster Durchsicht des Urteils kann das Rechtsverständnis des Richters wie folgt zusammengefasst werden: Anspruch auf Lärmschutz besteht für die Menschen in Angermund erst seit Einführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes im Jahr 1974 und dann auch nur, wenn ein erheblicher baulicher Eingriff stattgefunden hat.

Vor dem Hintergrund dieser Argumentation wird deshalb die Klage der „alteingesessenen Angermunder“ am 5. Februar 2020 sehr interessant werden. Unser Schriftsatz legt ein Augenmerk auf eben diese baulichen Maßnahmen/Lärmsteigerungen (Stichwort: Schnellfahrbetrieb) durch die Bahn in Angermund seit 1974.

Wir werden die Begründung des Richters in der ersten Klage nun ausführlich prüfen und dann ggfs. weitere Schritte veranlassen

Lärm, Lärm unendlicher Lärm durch die Bahn in Angermund

Rechtsstaat ad adsurdum?

Kommentar

– Schwarzbauklage gegen die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt,  zweiter Verhandlungstag beim Verwaltungsgericht Düsseldorf –

  • In Angermund ist es durch die Bahn viel zu laut.
  • In Angermund wurde die Bahnanlage rechtswidrig in den 1950er Jahren elektrifiziert und damit für die Angermunder die Büchse der Pandora geöffnet.

So weit bekannt, so weit im Wesentlichen auch unstrittig.

Selbst vor diesem Hintergrund wird sich das Verwaltungsgericht Düsseldorf wohl dennoch nicht veranlasst fühlen, Gesundheitsschutz in Form von Lämschutzmaßnahmen für die Menschen in Angermund anzuordnen.

Das Argument: Da es Regelungen/Einschränkungen wegen Lärms laut Auffassung des Gerichts erst seit dem sog. Bundesimmsionsschutzgesetz ab 1974 gab, und die rechtswidrig errichtete Elektrifizierung in Angermund davor erfolgt ist, können die Angermunder keine materielle Rechtswidrigkeit beim Verwaltungsgericht geltend machen.

Salopp formuliert: Schwarzbau hin oder her, Bahnlärm und Gesundheitsschäden hin oder her, was zählt ist alles ab 1974.

Wir fragen uns:

  • Wird der Rechtsstaat und unser Grundgesetz so ad absurdum geführt?
  • Warum gibt es seit 1949 ein Grundgesetz das Gesundheit und Leben explizit schützt?
  • Was haben sich die Männer und Frauen vor rund 70 Jahren dabei gedacht, als sie den Schutz von Leben und Gesundheit unmißverständlich als höchstrangiges Grundrecht in Artikel 2 formuliert haben?

Sicherlich nicht, dass das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit für Menschen in Angermund erst 25 Jahren später greift, nämlich erst 1974.

Schwarzbau: Steht die Bahn über dem Gesetz?

Schwarzbau: Steht die Bahn über dem Gesetz?

Düsseldorf-Angermund, 08. Januar 2020

Die Schwarzbauklage (Aktenzeichen: 16K 547/418) der Initiative Angermund e.V. – vertreten durch ihre Vorsitzende Elke Wagner –  gegen das Eisenbahnbundesamt und die Deutsche Bahn wurde am 8. Januar 2020 beim Verwaltungsgericht Düsseldorf weiterverhandelt.

Dazu die Klägerin Elke Wagner:

„Das Gericht muss bei dieser Klage darüber entscheiden, ob die Bahn über dem Gesetz steht oder ob sich der Staatskonzern wie jeder andere auch in unserem Rechtsstaat an Recht und Gesetz halten muss.“

Muss sich der Staatskonzern Bahn in unserem Rechtsstaat an Recht und Gesetz halten?
Klage beim Verwaltungsgericht

Hintergrund der Klage ist, dass bis heute keine gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungen für die dicht befahrene und mehrfach ausgebaute Bahnanlage in Düsseldorf-Angermund vorgelegt werden konnten. Dabei geht es der Initiative Angermund nur am Rande um die frühen Dampflokzeiten im preussischen Kaiserreich, sondern pimär um die massiven Erweiterungen der Angermunder Bahntrasse durch die Bundesbahn in den 1950’er und 1990’er Jahren der Bundesrepublik Deutschland. Für letztere konnten ebenfalls keine Genehmigungen vorgelegt werden.

Massive Ausbauten der Angermunder Bahntrasse  in den 1950’er und 1990′ er Jahren

Dazu Frau Wagner: „Die Bundesbahn hat die Bimmelbahnstrecke, die durch Angermund führte, offensichtlich rechtswidrig zu einer der dichtest befahrenen Bahntrassen in Europa ausgebaut, ohne dabei an die Menschen zu denken, die den enormen Lärm und die Erschütterungen tagein und tagaus ertragen müssen. Ohne jeglichen Lämrschutz rast der Fernverkehr mit 200 Stundenkilometern mitten durch unseren Stadtteil und on top lärmen rund um die Uhr hunderte Züge mitten durch Angermund. Es ist eine unerträgliche Situation, die die Bahn mit Hinweis auf Bestandsschutz, seit Jahrzehnten aussitzt. Doch Bestandsschutz kann es für die Bahn nicht geben, da sämtliche Genehmigungen fehlen. Dabei spielt es im Ergebnis auch keine Rolle, ob die frühen Baumaßnahmen (19. Jahrhundert und Beginn des 20. Jahrhunderts) ohne Genehmigung durchgeführt wurden oder ob die Unterlagen womöglich verloren gegangen sind.

Denn die jüngsten Baumaßnahmen – und hier allen voran die Elektrifizierung – wurden offenbar wissentlich ohne die erforderliche Planfeststellung durchgeführt. Insoweit liegt in Angermund ein Schwarzbau vor.“

Initiative fordert Einhaltung von Lärmgrenzwerten und endlich Gesundheitsschutz

Mit der Klage soll erreicht werden, dass das Eisenbahnbundesamt gegenüber der DB Netz AG geeignete Schutzmaßnahmen erlässt, damit diese beim Betrieb die geltenden Lärmgrenzwerte in Angermund einhält. Aktuell werden diese Grenzen durch die Bahn weit überschritten. Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Nachtfahrverbote wären Beispiele für mögliche Schutzmaßnahmen.

Da auch der Erfolg des Rhein-Ruhr-Express’ (RRX) von der Angermunder Bahntrasse abhängt, da sämtlich RRX-Züge durch den Stadtteil verkehren sollen, tangiert der Bahnschwarzbau auch dieses milliardenschwere Schienenprojekt.

 

 

 

Operation Bahn: ARD berichtet über Bahnlärm in Angermund

Die ARD hat im November 2019 in ihrer informativen Bahn-Doku „Operation Bahn“ auch über die enormen Bahnlärm-Belastungen im Düsseldorfer Stadtteil Angermund berichtet.

Wir fordern vernünftigen Lärmschutz für Angermund

Wir fordern endlich vernünftigen Lärmschutz für Angermund: Es ist ein Armutszeugnis, dass wir nach jahrzehntelangen leeren Versprechungen seitens der Bahn und Politik nun unser Grundrecht auf Gesundheit einklagen müssen.

Für die 6 Gleise samt der enormen Zugmengen, die durch Angermund verkehren werden, ist ein Lärmdeckel eine vernünftige und nachhaltige Lösung, die es gilt jetzt weiterzuplanen.

Lärmdeckel/Einhausung weiterplanen

Gute Schieneninfrastruktur und gesunde Lebensverhältnisse in Gleisnähe müssen in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland zwei Seiten einer Medaille sein. Dies fordert auch Frau Wagner von unserer Initiative im Interview mit dem Ersten

Filmausschnitt, Quelle: ARD, 18.11.2019
#operationbahn #angermund #lärmschutz #schwarzbau #klage #gesundheitsschutz

Die Verursacher der RRX-Misere

Dieser WDR Bericht dröselt sehr treffend und bitterböse die RRX-Misere in NRW auf.

Der WDR bringt auf den Punkt, warum es mit dem RRX nicht voran ging und geht:

  • Verkehrspolitik im jahrzehntelangen Ankündigungsmodus
  • Zu wenig Planer
  • Der Zustand der Deutschen Bahn.

Wir dürfen ergänzen, dass auch die Bürgerbeteiligung bei diesem Milliardenprojekt sehr supoptimal war und ist: Denn:

  • Warum sind die betroffenen Menschen in Anbetracht des enormen Gleisausbaus und der städtebaulichen Eingriffe für das RRX-Projekt u.a. im Düsseldorfer Stadtteil Angermund nicht frühzeitig eingebunden worden?
  • Warum sind nicht vorausschauend einvernehmliche Lösungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort gefunden worden?
  • Warum kam man – trotz so langer Vorlaufzeit – erst 2014 mit den RRX-Plänen um die Ecke, wohl in der Hoffnung es würde schon irgendwie gut gehen und in Angermund alles durchgewunken?

Gute Bürgerbeteiligung beim RRX: Mitnichten.

Der Bericht räumt auch mit dem Märchen auf, es seien die Bürger, die den RRX verzögern. Denn eine solche Argumentation (gerne von dem ein oder anderen RRX Verantwortlichen ins Feld geführt) ist zwar schön simpel und mag vielleicht auch das ein oder andere Pendlerherz besänftigen.

Wir meinen aber, dass es fast schon populistisch ist und zur Problemlösung nichts beiträgt, sondern wohl offensichtlich von den eigentlichen Verursachern der Verkehrs- und Schienenmisere in NRW ablenken soll.

TV-Tip: Bahn Doku am 18.11.2019 ab 20:15 in der ARD

Im Oktober 2019  hat ein ARD-TV Team für die Dokumentation „Operation Bahn“ in  Düsseldorf – Angermund gedreht.

Die Arbeit unserer Bürgerinitiaitive sowie unser Anliegen, endlich Lärm- und Gesundheitsschutz an der lauten, dicht befahrenen und offenbar nicht genehmigten Bahntrasse in Angermund zu bekommen, waren für das ARD Team wohl Gründe genug, Angermund in diese Dokumentation aufzunehmen.

Die ARD-Dokumentation wird am 18.11. um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Der Trailer ist bereits online. (Quelle: ARD)

bahnlaerm-deutschebahn-bahn-angermund-ferlemann-scheuer-lutz-umweltschaeden-geschwindigkeitsbegrenzungen-nachtfahrverbote-schwarzbauklage-verwaltungsgericht-who-diabetes-herzinfarkt-gesundheitschäden-nachtruhe

Glyphosat Spritzzüge der Bahn in Düsseldorf

Seit Jahrzehnten spritzt die Deutsche Bahn per Ausnahmegenehmigung Herbizide auf die Gleise, darunter auch Glyphosat. In Düsseldorf-Angermund liegen die Gleise direkt an Häusern und Gärten. Die Anwohner sind besorgt. Aus gutem Grund: Denn die WHO stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Der WDR berichtet entsprechend in der Lokalzeit Düsseldorf.

Warum kündigt die Bahn ihre Spritzfahrten nicht an, damit sich die Menschen schützen können? Die fadenscheinige Antwort der Deutschen Bahn im WDR Bericht ist für uns fast schon Satire:

Und  dem selbst gewählten Öko-Image der Bahn wird sie nun so  gar nicht gerecht. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Spritzzüge meist nachts unterwegs sind.

Auch die erneute  Bahn-Ankündigung Alternativen zu erforschen, erscheint unverständlich. Endlich mal handeln und nicht immer nur ankündigen. Das ist die „ach, so umweltfreundliche“ Bahn den Anrainern schuldig.
(Quelle, WDR 10. Oktober 2019)

Schwarzbau der Bahntrasse

Mit Interesse haben wir heute die Berichterstattung in der Rheinischen Post zur Schwarzbau-Trasse in Angermund gelesen. Wir freuen uns, wenn engagierte Autoren im Internet nach Quellen zur Angermunder Trasse suchen. Dies haben wir selbstverständlich anfänglich auch getan. Ähnlich wie er, sind auch wir im Internet auf jede Menge Sekundärliteratur gestossen. Wir betonen: Sekundärliteratur.
Darauf bauen wir keine Klage auf.

Fest steht: Weder Bahn noch Eisenbahnbundesamt können trotz eindeutiger gesetzlicher Verpflichtungen Genehmigungen für die heute viergleisige, mehrfach ausgebaute TEN-Trasse vorlegen.
Dies bestätigte das Eisenbahnbundesamt und die Deutsche Bahn beim Gerichtverfahren.

(Quelle: RP 10.10.2019)

Glyphosat und Herbizideinsatz am Gleis

Glyphosat/ Herbizideinsatz der Deutschen Bahn in Düsseldorf  – CDU hakt nach

Am 10. Oktober 2019 tagt der Umweltausschuss der Stadt Düsseldorf. Die CDU hakt beim Thema Glyphosat und Herbizideinsatz der Deutschen Bahn entlang der Gleise in der Landeshauptstadt nach.

Seit Jahrzehnten spritzt die Deutsche Bahn diverse Herbizide auf die Gleistrassen im dicht bewohnten Düsseldorf – und das, auch entlang der Bahngleise mitten durch den Stadtteil Angermund. Dies geht aus Unterlagen hervor, die der Initiative Angermund e.V. vorliegen.

Viele Angermunder sind besorgt,  weil die Gleise besonders nah an die Wohnbebauung heranreichen (z.B. „Angerbenden“, „Am Angerfeld“ „An den Linden“).

Zudem führt der Schulweg vieler Angermunder Kinder unmittelbar entlang der Bahngleise („Zur Lindung“). Völlig unverständlich: Die Menschen in Angermund wurden über die Spritzfahrten vorab nicht informiert. Quasi klammheimich sind die Spritzwagen vom externen Dienstleister –  der Firma Bayer Crop Science  – u.a. durch Angermund gefahren und haben Herbizide ausgebracht

Ebenfalls sehr besorgniserregend ist, dass  die Deutsche Bahn, Herbizide auf und an den Gleisen  in den Wasserschutzzonen 3a und 3b im Düsseldorfer Norden einsetzt.

Die jüngste Ankündigung der Deutschen Bahn, den Glyphosateinsatz zukünftig zu halbieren, kann die Initiative Angermund nicht zufrieden stellen. Solange keine konkrete Angaben zu menschen und umweltfreundliche  Gleispflege u.a. in Angermund vorliegen, wertet die Bürgerinitiative die Versprechungen der Bahn als strategische Flucht nach vorn, um vom intensiven Herbizideinsatz der Vergangenheit und seinen Folgen für Mensch, Grundwasser, Tier und Natur abzulenken.

 

 

 

 

 

RRX: Großzügigere Angebote beim Lärmschutz machen

Endlich beim RRX-Lärmschutz umdenken – das fordert auch die Rheinische Post

In seinem Kommentar auf Seite 2 bringt des Reinhard Kowalewsy auf den Punkt. Beim RRX-Lärmschutz müssen Bund und Bahn endlich umdenken und aufhören, die Betroffenen mit Minimallösungen abspeisen zu wollen.

Die Bahntrasse mitten in Angermund ist einer der dichtest befahrenen in Europa, seit Jahrzehnten hoch belastet und bis heute völlig ungeschützt. Mit dem Gleisausbau muss endlich  ein nachhaltiger Lärmschutz umgesetzt werden, der städtebaulich verträglich ist.

Mit  unserem Vorschlag und ersten Planungen einer Einhausung haben wir den Entscheidern konstruktiv eine Variante zur Verfügung gestellt,  an die es jetzt anzuknüpfen gilt, damit es mit dem RRX voran geht.

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Großzügigere Angebote beim RRX-Lärmschutz machen: RP 5.10.2019

China brauchte nur vier Jahre, um den gigantischen neuen Flughafen bei Peking zu bauen, während unsicher ist, ob der RRX als eines der wichtigsten Bahnprojekte Deutschlands komplett 2030 in Betrieb sein wird. Erst in zwei der 15 Bauabschnitte hat der Bau begonnen. Erst in fünf Abschnitten gibt es einen Planfeststellungsbeschluss. Viele Klagen wie aus Angermund drohen. So bleibt offen, wann wir den 15-Minuten-Takt zwischen Köln, Düsseldorf und Dortmund haben. Eigentlich sollte man das Projekt vorziehen, um Verkehr von der Straße zu holen, tatsächlich droht Verzögerung. Die Bahn und die Bundesregierung müssen umdenken: So sollte die Bahn viel großzügigere Angebote für den Lärmschutz entlang der RRX-Route prüfen. Das mag viele Millionen Euro kosten, aber da die Bundesregierung mehr als 50 Milliarden Euro neu für den Klimaschutz ausgeben will und der Bahn 80 Milliarden Euro für ihre Expansion spendiert, sollte das möglich sein. Die Bundes-CDU und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) verdienen Unterstützung für ihre Vorschläge, wichtige Infrastrukturprojekte schneller durchführen zu können. So ist notwendig, dass das Eisenbahnbundesamt mehr Planer bekommt. Verfahren vor Verwaltungsgerichten sollten zügiger durchgeführt werden. Und wenn die CDU darauf drängt, dass Umweltverbände gegen Eisenbahntrassen oder Stromautobahnen nur klagen dürfen, wenn es um ein echtes Verbandsinteresse geht, ist auch dies sinnvoll. Organisationen wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) oder die Umwelthilfe sollten die Reformen zumindest bei ökologisch sinnvollen Projekten unterstützen, statt zu mauern. Denn ohne neue Stromtrassen und den Ausbau der Bahn kommen wir beim Jahrhundertthema Klimaschutz nicht voran.

Schwarzbauklage gegen Bahn: Ausführliches Interview beim WDR

In der WDR-Sendung „Hier und Heute“ haben wir ein ausführliches Live- Interview zu unserer Schwarzbauklage gegen die Bahn bzw. das Eisenbahnbundesamt gegeben.

Die unerträgliche Belastung durch den Schieneverkehr war ebenso Thema wie die gesundheitlichen Risiken, die den Menschen in Düsseldorf Angermund  – verursacht durch den Schienenverkehr – seit Jahrzehnten ungeschützt zugemutet werden.

So kann es nicht weitergehen. Wir wollen „Lärmschutz jetzt“ und haben unsere Forderungen erläutert und zu unserer Klage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf Stellung genommen.

Ausführliches Live Interview in der Sendung „Hier und Heute“ beim WDR

studio-tür-uhr-fernsehsendung-angermund-bahnlaerm Live bei Hier und Heute, 26. Sep 2019

 

Bahn spritzt Herbizide und Pestizide

Der Einsatz von Herbiziden und Pestiziden – darunter auch  Glyphosat – mitten in Wohngebieten durch die Deutsche Bahn zur sogenannten  „Gleispflege“ beschäftigt weiter die Medien. Das Nachrichtenmagazin der Spiegel hatte unlängst  ausführlich über den jahrzehntelangen Herbizid und Pestizid Einsatz durch die Deutsche Bahn per Ausnahmegemehmigung berichtet.

Die DB hat nun vor kurzem angekündigt, den Einsatz von Glyphosat zu halbieren. Diese Ankündigung kann uns betroffene Angermunder leider nicht beeindrucken, denn bekanntlich spritzt die Bahn nicht nur Glyphosat, sondern einen Herbidzid und Pestizid Cocktail auf die Gleise. Solange nicht klar ist, wie die Deutsche Bahn die sogenannte „Gleispflege“ zukünftig bewerkstelligen will, werden wir von der Initiative Angermund keine Ruhe geben.

Berichterstattung in der Welt am Sonntag:

Quelle: Welt am Sonntag, 22.9.19

 

Bahn spritzt Gleise: Glyphosat & Co.

Glyphosat Einsatz der Bahn in Düsseldorf

Seit Jahrzehnten spritzt die Deutsche Bahn diverse Pestizide –  inklusive des sehr  umstrittenen Herbizids Glyphosat –  auf die Gleistrassen im dicht bewohnten Düsseldorf. Dies gilt leider auch für den Stadtteil Angermund. Dies geht aus Unterlagen hervor, die der Initiative Angermund e.V. vorliegen.

Das Märchen von der grünen Bahn – der Spiegel berichtet

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in seiner  Ausgabe 36/2019 ausführlich über den Pestizidcocktail inklusive des womöglich krebserregenden Herbizids Glyphosat, den die Deutsche Bahn bereits seit Jahrzehnten auf die Düsseldorfer Trassen ausbringt.

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Quelle: Der Spiegel, 36/2019

Im nördlichsten Stadtteil Düsseldorfs grenzen die Gleise besonders nah an die Wohnbebauung heran (z.B. „Angerbenden“, „Am Angerfeld“ „An den Linden“).

Zudem führt der Schulweg vieler Angermunder Kinder unmittelbar entlang der Bahngleise („Zur Lindung“). In anderen Stadtteilen Düsseldorf sieht es nicht anders aus, denn es laufen  zwei zentrale, sog. TEN Trassen mitten durch NRWs-Landeshauptstadt..

„Es ist schockierend, welche Gesundheitsbelastungen die Bahn den Angermundern seit vielen Jahren zumutet. Pausenloser Krach, Erschütterungen und jetzt auch noch die unglaubliche Gewissheit, dass die Angermunder Gleise, die direkt an unsere Wohnungen und Gärten heranreichen, mit Herbiziden bespritzt wurden, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.“ (Elke Wagner, Vorsitzende der Initiative Angermund e.V.)

Auch die lokale Presse und Politik sind hellhörig geworden:

Quelle: Express, 2.9.2019

(Quelle: RP, 4. September 2019)

„Skandalös genug, dass die Bahn in unseren Wohngebieten seit Jahren spritzt. Aber, dass sie den Betroffenen den Einsatz der Herbizide nicht ankündigte, damit wir uns davor schützen konnten, setzt dem ganzen noch die Krone auf.“, kommentiert Wolfgang Eggerath, der seit 60 Jahren an der Angermunder Trasse sein Zuhause hat, die rücksichtslose Vorgehensweise der Bahn. Erschreckend findet er zudem, dass die Spritzfahren nicht von der Bahn selbst, sondern von Dritten durchgeführt wurden, wie zum Beispiel der Firma Bayer Crop Science.

Einhausungslösung macht Pestizideinsatz überflüssig

Vor diesem Hintergrund fordert die Initiative Angermund e.V. alle Verantwortlichen auf, die Einhausungslösung der künftig sechsgleisigen Trasse wieder auf die Planungsagenda zu setzen. Denn diese schützt nicht nur vollständig vor Bahnlärm, sondern macht den Einsatz von gefährlichen Pestiziden überflüssig.

Welche Folgen hat der Herbizideinsatz für Mensch, Grundwasser, Tier und Umwelt?

Die jüngste Ankündigung der Deutschen Bahn, den Glyphosateinsatz zukünftig zu halbieren, kann die Initiative Angermund  nicht zufrieden stellen. Solange keine konkrete Vorgehensweise zur Gleispflege u.a. in Angermund vorliegen, wertet die Bürgerinitiative die Versprechungen der Bahn als strategische Flucht nach vorn, um vom intensiven Herbizideinsatz der Vergangenheit und seinen Folgen für Mensch, Grundwasser, Tier und Umwelt abzulenken.

 

 

 

Pressespiegel: Lärmschutz-/ Schwarzbauklage der Initiative Angermund e.V.

Großes Medieninteresse an der Lärmschutz-/ Schwarzbauklage der Initiative Angermund gegen das Eisenbahnbundesamt und die Deutsche Bahn

(Quelle: WDR, Lokalzeit Düsseldorf, 28.08.2019)

Das Interesse an unserer Klage für Lärmschutz in Düsseldorf Angermund beim Verwaltungsgericht Düsseldorf ist enorm.

Auszüge aus dem Pressespiegel:

Quelle: TAZ, 29.08.2019

Quelle: Westdeutsche Zeitung, 29.08.2019

 

 

Quelle: Express, 29.08.2019

  Quelle: NRZ/WAZ: 29.08.2019

Quelle: Welt am Sonntag: 1. September 2019