Archiv der Kategorie: Allgemein

Initiative-Angermund: Seit 20 Jahren aktiv für die Lebens- und Liebenswürdigkeit von Düsseldorf- Angermund

Die Initiative Angermund e.V. – das sind engagierte Bürger aus dem nördlichsten Stadtteil Düsseldorfs, die sich seit 20 Jahren für die Lebens- und Liebenswürdigkeit von Angermund einsetzen. Zur wichtigsten Aufgabe des Vereins zählt der Kampf gegen krankmachende Emissionen durch die viergleisige, ungeschützte und transeuropäische TEN-Trasse, die als einer der dichtest befahrenen Europas gilt.

Vom Güterzug, Gefahrguttransporten, Hochgeschwindigkeitsverkehren im Fernverkehr, Regionalexpress-Zügen über Thalys und S-Bahnen – rund 680 Züge fahren täglich mitten durch den Stadtteil. Und das, unmittelbar und ungeschützt, an Menschen, Häusern, Spielplätzen, Kitas, der Grundschule und Naturschutzgebieten wie der „Überanger Mark“ vorbei. 830 Züge täglich sollen es mindestens bis 2025 werden. Denn mit dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) wird die Trasse weiter ertüchtigt und sogar zur Sechsgleisigkeit ausgebaut und dann auch sämtliche sieben RRX-Linien mitten durch Angermund verkehren.

Die Verkehrwende mit dem RRX kann dann zügig gelingen, wenn die Betroffenen vor Emissionen nachhaltig geschützt werden und das über 800 Jahre alte Angermund nicht für Pendlerströme geopfert wird.

Die Initiative Angermund e.V. unterstützt eine Verlagerung von Verkehren auf die Schiene und den RRX, fordert aber wirkungsvolle und nachhaltige Lärmvorsorge in Form einer Einhausungslösung, die den Lärm und die Erschütterungen aller sechs Gleise einpackt und eine städtebauliche Entwicklung des Stadtteils wieder möglich macht. Die Machbarkeit dieser Schallschutzlösung wurde im Rahmen eines Runden Tisch von der DB Netz AG bestätigt.

Die Initiative Angermund e.V. ist Mitglied im Naturschutzbund Deutschland, in der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine (AGD) sowie in der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm (BVS). Juristisch wird sie durch den Verwaltungsrechtler Dr. Clemens Antweiler von der Kanzlei RWP vertreten.

Kommunalwahl 2020: Was wird aus Angermund?

Kommunalwahl 2020: Was planen die Parteien und OB-Kandidaten konkret für Angermund?

KOMMUNALWAHL 2020
Infostand der Initiative Angermund e.V.
Samstag, 22. August 2020, ab 8:00 Uhr vor Edeka Angermund

Die Kommunalwahl am 13. September 2020 ist für uns eine wichtige Wahl für uns, denn Angermund steht bekanntlich vor historischen Entscheidungen. Deshalb hat die Initiative Angermund e.V. auch im Vorfeld mit Fragebögen bei den Parteien und Kandidaten nachgefragt, was sie konkret für Angermund planen.

Wahlplakate, wohin das Auge in Düsseldorf schaut
  • RRX/Gleisausbau: Welche Parteien setzen sich für eine nachhaltige und verträgliche Umsetzung und den Lärmdeckel ein?
  • Wohnbebauung im Düsseldorf Norden und in Angermund: Was planen die Parteien?
  • Welche Verkehrskonzepte haben die Parteien für den Düsseldorfer Norden?
  • Was wird aus Haus Litzbrück?
  • Angermunder Baggerloch: Wer hilft uns, die unsägliche Lage dort endlich zu entschärfen?
OB Thomas Geisel will wiedergewählt werden.

Die Antworten stellen wir euch gerne an unserem Infostand vor.

Wie immer findet Ihr uns vor Edeka/Kamps. Ab 8.00 Uhr sind wir vor Ort. Kommt vorbei – wir freuen uns auf euch.

KOMMUNALWAHL 2020
Infostand der Initiative Angermund e.V. 
Samstag, 22. August 2020, ab 8:00 Uhr vor Edeka Angermund

Wer will denn so leben? – Kabel 1 berichet über Bahnlärm & Co.

„Wer will denn so leben?“, fragt Kathy Weber vom K1 Magagzin von Kabel 1 zu Recht, nachdem sie sich vor Ort in Angermund ein persönliches Bild von der Belastungssituation für die Menschen in der Rosenstadt gemacht hat.

Erstmalig ausgestrahlt am 9. Juli 2020 zeigt die Kabel 1-Dokumentation die unhaltbaren und verwantwortungslosen Zustände, die die Bahn in Angermund verursacht.

Bahnlärm, gesundheitsgefährdende Schallpegel, Erschütterungen und Glyphosat

Pausenloser Bahnlärm, Gesundheitsgefahren durch viel zu hohe Schallemissionen, Erschütterungen samt Risse an den Häusern, Glyphosat Einsatz an den vier Gleisen. Die Zustände sind seit Jahrzehnten unhaltbar und verantwortungslos.

Forderung: Lärmschutz jetzt und ein Lärmdeckel

Und unsere Antwort auf die Fragevon Frau Weber : Wir wollen so nicht mehr leben.

Deshalb engagiert sich die Initiative Angermund für die verträgliche Integration der dicht befahrenen Schienentrasse in unseren Stadtteil. Wir fordern Lärmschutz Jetzt und einen Lärmdeckel im Zuge des RRX-Gleisausbaus

(Filmmaterial, Quelle: Kabel 1, 09. Juli 2020)

 

 

 

Im Gespräch mit OB-Kandidat der CDU: Dr. Stephan Keller

Kommunalwahl 2020: Dr. Keller von der CDU zu Gast bei der Initiative Angermund

Dr. Stephan Keller – OB Kandidat der CDU für Düsseldorf bei der Kommunalwahl im September – hat am 6. Juli 2020 gemeinsam mit Ratsherr Andreas Auler ausführlich mit dem Vorstand der Initiative Angermund e.V. über die Chancen und Herausforderungen des Schienenprojekts RRX für Düsseldorf  im Allgemeinen und für Angermund im Speziellen gesprochen.

Milliardenprojekt RRX: Chancen und Herausforderungen für Düsseldorf

Wir haben mit Herrn Dr. Keller einen versierten und sehr gut informierten Gesprächspartner erlebt.

Wir dankenHerrn Dr. Keller und Ratsherrn Auler für den Besuch in Angermund und das offene Ohr für unsere Belange im Düsseldorfer Norden.

Das Wahlprogramm der CDU Düsseldorf für die OB- und Kommunalwahl ist bereits veröffentlicht und ist online abrufbar:  Wahlprogramm der CDU Düsseldorf

 

 

 

OB-Kandidat Stefan Engstfeld (Grüne) in Angermund

Der OB Kandidat der Grünen für Düsseldorf – Stefan Engstfeld –  ist unserer Einladung nach Angermund zu kommen am 15. Juni 2020 gerne gefolgt.

Bestens vertraut mit dem RRX Projekt in Düsseldorf

Der ein oder andere erinnert sich: Herr Engstfeld hat den Runden Tisch zur Einhausung moderiert. Er ist also bestens vertraut mit dem Projekt RRX, der außerordentlichen Belastungssituation durch die Bahn in Angermund und den möglichen Varianten in Sachen Gleisausbau und Lärmschutz jenseits der DB-Lösung.

Wir haben einen sehr aufgeschlossenen und aufmerksam zuhörenden Oberbürgermeisterkandidaten erlebt,
der ähnlich wie wir eine verträgliche Integration des RRX in Düsseldorf wichtig findet.

Frei nach dem Motto „Wo drückt sonst noch der Schuh in Angermund?“ haben wir auch die Themen Wohnbebauung/Nahverdichtung/mangelndes Verkehrskonzept, Baggerlochproblematik und den drohenden Abriss des Angermunder „Wahrzeichens“ Haus Litzbrück mit ihm besprochen.

Wir danken Herrn Engstfeld für seine Zeit.

 

Im Gespräch mit Stefan Engstfeld (l.) – OB Kandidat der Grünen zur Kommunalwahl 2020.

 

 

Gestaltungswettbewerb: Bausünde bleibt Bausünde

Am 1. Juni 2020 hat sich die Initiative Angermund  mit einem offenen Brief kritisch an die Kunstkommission Düsseldorf gewandt, die derzeit einen Gestaltungswettbewerb für die von der Deutschen Bahn geplanten Lärmschutzwände im Rahmen des RRX Projekts auslobt.

Wir sind überzeugt: Gerade in den sensiblen Bereichen im Düsseldorfer Süden und hier im Norden wären die Lärmschutzwände städtebauliche Bausünden. Den Menschen in den betroffenen Stadtteile hilft hier Kunst nicht . Bausünde bleibt Bausünde.

In unserem offenen Brief hinterfragen nicht nur die inhaltliche Qualität des Papiers, sondern auch das Timing und
die Ressourcen, die die Stadt für dieses Verfahren aufbringt.

Das Positionspapier der Kunstkommission Düsseldorf findet Sie bitte hier:

Offener Brief an die Kunstkommission Düsseldorf

An die Kunstkommission der Stadt Düsseldorf

Düsseldorf, 1. Juni 2020

Offener Brief: RRX Positionspapier der Kunstkommission Düsseldorf

Sehr geehrte Damen und Herren der Kunstkommission Düsseldorf,

mit Verwunderung haben wir Ihr Positionspapier zur Gestaltung der von der Bahn geplanten Lärmschutzwände im Rahmen des RRX Projekts zur Kenntnis genommen und bitten höflichst um Richtigstellung:

Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass unser Verein mit diesem Gestaltungswettbewerb nicht gemein gemacht werden will. Das Zitat auf Seite 1 empfinden wir daher als irreführend und ist wohl aus dem Zusammenhang gerissen worden. Für uns sind Lärmschutzwände in den sensiblen Bereichen von Düsseldorf, wie im Süden der Stadt und in Angermund, das Gegenteil von einem „nachhaltigen, visionären“ Konzept.

Unser Verein lehnt die Lärmschutzwände im Rahmen des RRX Projekts für Angermund entschieden ab. Denn: Sie wären ein städtebauliches Desaster historischen Ausmaßes und hätten die Totalzerschneidung des mehr als 830 Jahren alten Stadtteils zur Folge. Hinzu kommt der sehr zweifelhafte Lärmschutz bei der breiten Trasse mit sechs dicht befahrenen Gleisen.

Deshalb muss die monumentale Barrierewirkung der kilometerlangen und meterhohen Mauern im Sinne einer nachhaltigen und lebenswürdigen Landeshauptstadt abgewendet werden. Da der Baukörper der Lärmschutzwände massiv ist und unüberwindbare Barrieren erzeugt, kann Kunst an diesen Mauern leider nicht zur Problemlösung beitragen, sondern allenfalls die Bausünde kaschieren.

Wollen wir das für unsere Stadt? Will Kunst das?

Außerdem erlauben wir uns, Ihre Behauptung, dass Lärmschutzwände „alternativlos“ seien, richtig zu stellen. Was und wie in Düsseldorf gebaut wird, ist völlig offen und wird vom Eisenbahnbundesamt entschieden. Das Verfahren zur Erlangung des Baurechts wurde u.a. für Angermund noch nicht gestartet. Bei Ihrer Vorwegnahme eines möglichen Ergebnisses, kann es sich daher sicherlich nur um ein Missverständnis oder mangelnde Detailkenntnis in Sachen Planfeststellungsverfahren handeln.

Vor diesem zeitlichen Hintergrund schlagen wir vor, Ressourcen zu schonen und erst dann über die konkrete künstlerische Ausgestaltung der Bahnanlagen nachzudenken, wenn Baurecht erteilt wurde und klar ist, was konkret in den Stadtteilen umgesetzt werden soll. Dies wird wohl nicht vor 2025 oder 2030 sein.

In diesem Zusammenhang ist Ihnen sicherlich bekannt, dass zahlreiche Alternativen zu Lärmschutzwänden genehmigt und verbaut werden. Beispiele sind: Troglagen, Tunnel oder Einhausungen. Ihre Gemeinsamkeit ist neben der überragenden Schutzwirkung, die städtebauliche Überlegenheit gegenüber Lärmschutzwänden, da sie sich in Lebensräume und Wohnquartiere einfügen, statt sie zu zerschneiden. Beispiele dafür sind in unserer Stadt u.a. der Staufenplatztunnel in Grafenberg, der Rheinufertunnel und die von Ihnen zu Recht zitierte Wehrhahn-Linie.

Die Initiative Angermund schlägt für die beispiellos belastete Trasse mitten in Düsseldorf-Angermund einen begrünten Lärmdeckel und die Tieferlage des Bahnhofs vor, die es gilt, weiter zu planen. Die Vorteile: Der Lärmdeckel erzeugt wertvollen Raumgewinn, verbannt intensiven und lauten Schienenverkehr in die Erde und macht eine städtebauliche Weiterentwicklung von Düsseldorf im Stadtteil Angermund wieder möglich.

Es liegt an uns allen, ob wir dieses Leuchtturmprojekt umsetzen oder uns – und hier übernehmen wir gerne Ihre Wortwahl – mit der „Einmauerung“ unserer Stadt zufriedengeben wollen.

Gerne stellen wir Ihnen unsere Lösung vor und würden uns über einen kreativen Austausch sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen aus Düsseldorf-Angermund

gez. Vorsitzende der Initiative Angermund e.V.

Stadt Düsseldorf stellt RRX-Planungen für Angermund vor

Am 26. Mai 2020 tagte die Bezirksvertretung 5 (BV)- wegen Corona in stark reduzierter Besetzung. Die Verwaltung informierte dort die Bezirksvertreter über den Sachstand bei den Gleisausbau- und RRX-Planungen für Angermund samt Planungen für das Bahnhofsumfeld (u.a.: Angermunder Str., An den Kämpen, Bahnhofstraße, geplanter Park & Ride Parkplatz/Umfeld Aldi).

Präsentation des RRX-Planungsstands in der BV 5

Bisherige RRX-Planungen in vielerei Hinsicht  schlecht für Angermund

Der jetzige Planungsstand ist unserer Ansicht nach schlecht für Angermund und stellt in vielerlei Hinsicht eine Verschlechterung des Ist-Zustands dar. Denn städtebaulich, verkehrlich und lärmschutztechnisch sollen trotz massiver Umbaumaßnahmen und dann 6 Gleisen nur Minimallösungen umgesetzt werden.

Wie konnte es so weit kommen?
Unsere Antwort: Die Ampel im Stadtrat hat seinerzeit den folgenschweren Bock geschossen, den Lärmdeckel für Angermund unnötigerweise zu den Akten zu legen und die Lärmschutzwände der Bahn durchzuwinken.
Die kilometerlangen Mauern werden Angermund nicht nur unwiderruflich in zwei Teile zerschneiden und deshalb jeden Städteplaner erschaudern lassen, sondern sie erzeugen durch ihre Barrierewirkung Zwangspunkte, die eine nachhaltige Gestaltung und Weiterentwicklung des Umfelds quasi unmöglich machen.

Lärmschutzwände erzeugen unüberwindbare Barrierewirkungen, die jeden Städteplaner erschaudern lassen

Welche Folgen die bisherigen RRX-Planungen von Stadt und Bahn auf das mehr als 830 Jahre alte Angermund haben werden, lässt sich aus den Informationen der Stadt und der Präsentation gestern in der BV ableiten. Beispiele:

  • Angermund soll in der Gänze durch mehr als 6 Meter Lärmschutzwände unüberwindbar zerschnitten werden. Die Querung der Bahntrasse und damit die Verbindung der beiden Ortsteile soll für Rad-/Rollstuhlfahrer und Fußgänger weiterhin nur über Rampen oder zwei Unterführungen möglich sein. Unterführungen in Bahnhofsbereichen sind erfahrungsgemäß verschmutzte Angsträume, Rampen nur mit Kraftaufwand überwindbar.
  • Für den neuen Bahnhof in Angermund ist kein Dach vorgesehen – dafür ist Angermund der Bahn als Haltepunkt offensichtlich zu unwichtig. Hauptsache die Züge rasen dann auf 6 Gleisen durch.
  • Der gesetzlich gebotene und dringend benötigte Vollschutz in Sachen Bahnlärm wird nicht angestrebt. Selbst die Minimalvorgabe der Ampel in Sachen Lärmschutz hält die Bahn bei ihren Planungen nicht ein. Statt Lärmschutz soll es für betroffene Angermunder wohl Frischluftzufuhr per elektrischen Lüfter geben.
    Die Verwaltung möchte nun, dass noch nachbessert wird, wohl damit die Stadt in der Öffentlichkeit das Gesicht wahren kann. Dazu soll die DB auf einem sehr kurzen Abschnitt in Bahnhofsnähe noch eine Mittelwand planen. Zweck dieser formalen Übung: So lässt sich dann auf dem Papier Bahnlärm kleinrechnen. Wir halten das für eine Farce. Wer Gesundheitsschutz ernst nimmt, muss in ganz Angermund für vernünftigen Lärmschutz sorgen und darf nicht über Flickschusterei formal und rein theoretisch Lärmwerte wegrechnen.
  • Die geplante Verlegung beider Busstationen (751 und 728) auf die Angermunder Straße sowie die Zufahrt und Verkehrsführung zum Park & Ride Parkplatz sind aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Verkehrsflusses und der Belastungssituation für die angrenzenden Wohngebiete unausgegoren und ganz offensichtlich planerische Notlösungen bedingt durch die unüberwindbaren Zwangspunkte.
  • Toilettenhäuschen für Busfahrer und Standplatz für Busse im Rampenbereich der Angermunder Straße sind geplant. Wer bitte schön denkt sich sowas aus?
  • Die zukünftige Verkehrsbelastung auf der Angermunder Straße ist durch die räumliche Ballung von dem auf Stelzen geplanten Park & Ride Parkhaus und dem Discounter sowie neu entstehender Wendeverkehre zwischen den Kreisverkehren vor der Bücke unterbewertet. Auf die Menschen in Angermund werden deutlich mehr Verkehrsströme zukommen.
  • Verkehrswende ad absurdum: Die Busnutzung ist durch die geplante Verlegung der Haltestellen für viele Angermunder mit noch längeren Fußwegen verbunden. Das Angebot der Rheinbahn in Angermund wird damit für viele noch unattraktiver.
  • Durch die geplanten Bushaltestellen im Rampenbereich der Angermunder Straße drohen weiteren Engstellen auf dem heute schon dicht befahrenen Durchfahrtsweg. Staus sind quasi vorprogrammiert.
Skizze zur geplanten Bahnhofsumfeldgestaltung in Angermund (Quelle: Stadt  Land Bahn/ Stadt Düsseldorf)

Städtebauliche Qualitäten, nachhaltiger Lärmschutz, sinnvolle Verkehrsführung: Man sucht es vergeblich

Die Initiative Angermund fordert vein den RRX-Planungen ein Umdenken von der Stadt und hofft, dass spätestens nach der Kommunalwahl im September, die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger beim Großprojekt RRX endlich besser gewürdigt werden. Da das Planfeststellungsverfahren in Angermund nicht nicht begonnen hat, besteht noch die Chance, dieses wichtige Großprojekt zügig und einvernehmlich mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu realisieren.

Initiative Angermund fordert Umdenken von der Stadt Düsseldorf

Städtebauliche Qualitäten, Lärmschutz sowie der Erhalt von Lebensqualität und Heimat müssen bei diesem Milliardenprojekt für die Stadt Düsseldorf eigentlich eine Selbstverständlichhkeit sein und müssen daher mit Nachdruck eingefordert werden. Dies gilt für den Düsseldorfer Norden ebenso wie für den Düsseldorfer Süden.

Brandgefahr durch Schienenschleifen der Bahn?

Die Hessenschau berichtet am 28.03.2020 über einen Brand in Wiesbaden, der laut Aussage der Feuerwehr durch das Schienenschleifen bzw. Funkenschlag der Bahn verursacht wurde und für Verletzte und einen Sachschaden in Millionenhöhe sorgte.

Im Bericht heisst es:

Als Brandursache nennt die Polizei Funkenflug von Schleifarbeiten an den nahe gelegenen Bahngleisen. Diese Funken h ätten eine Brombeerhecke in Brand gesetzt, von der das Feuer auf das Firmengelände übergegangen sei. Die Bahnstrecke und eine angrenzende Landstraße mussten wegen des starken Rauchs vorübergehend gesperrt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 1,4 Millionen Euro.

Auch in Angermund schleift die Bahn zu Optimierung Ihrer Infrastruktur ihre Gleise nachts. Und wie nah bei uns Brombeerhecken, Hecken und Gärten und Häuser in Angermund an das Gleisgelände reichen, ist  hinglänglich bekannt.

Bilder aus 2016 zeigen das laute Schleifspektakel samt ungeschützten Funkenflug:

Nächtliches Schienenschleifen in Angermund – völlig ungeschützter Funkenflug

Initiative Angermund weist schon lange auf Brandgefahr durch Schienenschleifen hin

Neben der Gesundheitsgefahr auch durch freigesetzte Feinstäube weisen wir schon lange auf die Brandgefahr durch das Schienenschleifen in unseren Wohngebieten hin.

Auch deshalb  fordern wir, dass die Gleise in Angermund in die Erde gelegt werden.

Auch das akustische Schleifen das sogenannte  „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) als Lärmschutzmaßnahme lehnen wir aus diesem Grund für Angermund ab.

Deshalb: #Lärmdeckel #GleiseunterdieErde #NeinZuBüG

 

Wo ist die Vision für Angermund?

Der Düsseldorfer Stadtteil Angermund steht vor einer massiven Zäsur, weil die Deutsche Bahn Ihre Trasse ausbauen und in Zukunft sogar sechs Gleise mitten durch die Rosenstadt führen will. Jahrelange massive Baustellen, der Abriss der Brücken und eklatante städtebauliche Veränderungen im Ortskern werden die Folge. sein.

Gleisausbau, Brückenabriss, Städtebau –  gibt es für den weitreichenden Umbau in Angermund  ein nachhaltiges Konzept, eine Vision?

Gibt für diesen Umbau von Angermund eine Vision? Das fragt zu Recht auch der Nordbote in seiner aktuellen Ausgabe.


Wir sind überzeugt: Angermund steht eine schicksalhafte Veränderung bevor, bei der die Weichen richtig gestellt werden müssen. Eine nachhaltige Vision für unseren Stadtteil ist mehr als überfällig.

Denn: Der Ausbau der Angermunder Trasse auf dann 6 Gleise, das deutliche Mehr an Zügen, Bahnlärm, Erschütterungen, die noch massivere und unwiderrufliche Zerschneidung von Angermund durch die Bahninfrastruktur, der mögliche Wegfall von grundlegenden Sichtachsen, die Frage nach der Verkehrsführung rund um den S-Bahn Haltepunkt und nicht zuletzt die Frage nach der Lebensqualität für die Angermunder muss nachhaltig gelöst werden.
Jahrzehntelang haben die Angermunder die enormen Belastungen, Nachteile und Schäden durch die Bahntrasse ertragen.
Ein weiter so kann es nicht geben und die Zeit ist überreif, jetzt nachhaltige Lösungen für den hoch belasteten Stadtteil zu planen und umzusetzen.

Der Lärmdeckel der Initiative Angermund löst Zwangpunkte  und die Trennung durch die 6 Gleise sinnvoll auf

Dabei zeigt sich, dass der geländegleiche Lärmdeckel , den die Initiative Angermund eingebracht hat, viele Zwangspunkte löst, die Trennung durch dann sechs Gleise sonnvoll aufhebt und eine Entwicklung des Stadtteils wieder möglich macht. Der Lärmdeckel ist die bessere Lösung –  auch für die zukünftige Verkehrsfürhung rund um die Angermunder Straße.

Deshalb gilt es, die Lösung der Initiative Angermund, den östlichen und westlichen Teil der Rosenstadt zu verbinden und die Gleise in die Erde zu verbannen, weitergeplant werden muss.

Wenig vielversprechend: Gleisausbau und Angermunder Straße

Die Rheinische Post berichtet über unsere Kritik an den derzeitigen Planungen rund um die S-Bahn Haltepunkt und die Angermunder Straße:

Zwangspunkte durch die meterhohen Wände

Die meterhohen Wände, die die Deutsche Bahn kilometerlang mitten in Angermund setzen will, sind nicht nur städtebaulich ein Volldesaster, sondern bilden massive Zwangspunkte, die eine sinnvolle und verträgliche Weiterentwicklung unseres Dorfs quasi unmöglich machen.

Dies offenbart uns der Planungsstand rund um die Angermunder Straße und den Haltepunkt nun auf eindringliche Weise.

Auch alle Angermunder, die nicht gleisnah wohnen, sind davon betroffen, da die Angermunder Straße die wichtigste Verbindungstraße in unserem Stadtteil ist.

Angermunder Strasse und RRX: Welche Zukunftsaussichten hat Angermund?

Mitgliederversammlung der Initiaitive Angermund

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V. am 8. März 2020 bestimmte eine zentrale Frage die Gemüter:  Welche Zukunftsaussichten hat Angermund vor dem Hintergrund des sechsspurigen Gleisausbaus durch die Deutsche Bahn?

Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V.

Bass erstaunt nahmen die Mitglieder zur Kenntnis, was Stadt und Deutsche Bahn rund um den Angermunder S-Bahnhof derzeit offensichtlich planen. Dabei waren nicht nur das städtebauliche Desaster und die unwiderrufliche Zerklüftung von Angermund durch die geplanten meterhohen Wände der Deutschen Bahn mitten in der Rosenstadt ein dominierendes Thema. Auch die weitreichenden Konsequenzen, die sich in der Folge aus den Umplanungen des Bahnhofumfelds und der Angermunder Straße ergeben, wurden intensiv diskutiert.

Aktuelle Planung sorgt für Unverständnis

So stieß die aktuelle Planung der Stadt beide Bushaltestellen (751 und 728) zukünftig auf die Brückenrampe der Angermunder Straße verlegen zu wollen u.a. aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Verkehrsflusses und der Belastungssituation für die angrenzenden Wohngebiete auf breite Ablehnung. Auch die prognostizierte Zunahme der Verkehre auf der Angermunder Straße (+ 34%), der Bau eines neuen Kreisverkehrs, sowie eines Toilettenhäuschens und Busabstellplatzes ebenfalls im Rampenbereich der Angermunder Straße sorgten für Unverständnis.

Jetzt schon Staus auf der Angermunder Strasse

„Durch die derzeitige Baustelle auf der Angermunder Straße muss doch jedem klar sein, wie viel Durchfahrtsverkehr diese Straße bereits aufnimmt und wie schnell es dort bei Engstellen zu langen belastenden Rückstaus im Ort kommt“, betonte Frau Wagner, Vorsitzende der Initiative Angermund.

Bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative bestand Konsens darüber, dass die Zukunftsaussichten für Angermund im Falle einer Umsetzung der inakzeptablen und den Stadtteil massiv trennenden Wänden der Deutschen Bahn inklusive der Planungen rund um den S-Bahn Haltepunkt und der Angermunder Straße, alles andere als rosig sind.

Es bestand Einigkeit darüber, dass es seinerzeit ein Fehler der Stadt Düsseldorf war, nicht selbstbewusst die Weiterplanung des Angermunder Lärmdeckels von der Deutschen Bahn zu fordern. Denn: Die städtebauliche Überlegenheit dieser von der Angermunder Bürgerschaft eingebrachten Lösung samt ihrer Vorteile für die Stadt Düsseldorf werden immer offenkundiger.

Städtebaulich ist die Einhausung alternativlos

Neben den alternativlosen städtebaulichen Qualitäten, eröffnet die geländegleiche und barrierefreie Einhausungslösung viele planerische Möglichkeiten, u.a. die Attraktivität des ÖPNVs und des Fahrradverkehrs zu stärken, so der Tenor der Mitglieder. Auch die zukünftigen Zuwegungen zum Haltepunkt samt Park & Ride und Discounter könnten ebenso wie der Verkehrsfluss auf der Angermunder Straße ebenerdig und elegant gelöst werden. So könnte Angermund nachhaltig weiterentwickelt werden, sind sich die Mitglieder sicher.

Vor diesem Hintergrund beschloss die Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V. einstimmig zwei Forderungen an den Düsseldorfer Stadtrat

  1. Die Mitglieder der Initiative Angermund e.V. fordern den Düsseldorfer Stadtrat einstimmig auf, mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dass der städtebaulich verträgliche Lärmdeckel der Initiative Angermund weitergeplant wird, damit dieser als alternative Planungsvariante in das RRX-Planfeststellungverfahren im Abschnitt 3.1 eingebracht wird und so die Verkehrswende in Düsseldorf schnell vorangetrieben werden kann.
  2. Ferner fordern die Mitglieder der Initiative Angermund e.V. die Stadt einstimmig auf, die Angermunder Bürgerinnen und Bürger an den Planungen rund um den S-Bahn Haltepunk und die Angermunder Straße zu beteiligen.

Aufgrund der enormen Tragweite, die die derzeitigen Planungen der Deutschen Bahn und der Stadt für Angermund haben würden, lädt die Initiative Angermund e.V. alle Angermunder Bürgerinnen und Bürger zu Informationsveranstaltungen ein:

  • Termine: 23. und 24. März 2020, jeweils ab 19:30 Uhr
  • Ort: Angermunder Bürgerhaus (Graf-Engelbert-Str. 9) statt.
  • Die Veranstaltungen sind inhaltlich gleich.

Gesundheitsschutz erst ab 1974?

Am 27. Januar 2020 ist uns das vorläufige Urteil zur Schwarzbauklage  gegen das Eisenbahnbundesamt (Schwarzbauklage) vom 8. Januar 2020 vom Verwaltunsgericht Düsseldorf zugestellt worden.

Wie nach den zwei Verhandlungstagen leider nicht anders zu erwarten war, hat der Richter in dieser Instanz die Schwarzbauklage abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach erster Durchsicht des Urteils kann das Rechtsverständnis des Richters wie folgt zusammengefasst werden: Anspruch auf Lärmschutz besteht für die Menschen in Angermund erst seit Einführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes im Jahr 1974 und dann auch nur, wenn ein erheblicher baulicher Eingriff stattgefunden hat.

Vor dem Hintergrund dieser Argumentation wird deshalb die Klage der „alteingesessenen Angermunder“ am 5. Februar 2020 sehr interessant werden. Unser Schriftsatz legt ein Augenmerk auf eben diese baulichen Maßnahmen/Lärmsteigerungen (Stichwort: Schnellfahrbetrieb) durch die Bahn in Angermund seit 1974.

Wir werden die Begründung des Richters in der ersten Klage nun ausführlich prüfen und dann ggfs. weitere Schritte veranlassen

Lärm, Lärm unendlicher Lärm durch die Bahn in Angermund

Rechtsstaat ad adsurdum?

Kommentar

– Schwarzbauklage gegen die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt,  zweiter Verhandlungstag beim Verwaltungsgericht Düsseldorf –

  • In Angermund ist es durch die Bahn viel zu laut.
  • In Angermund wurde die Bahnanlage rechtswidrig in den 1950er Jahren elektrifiziert und damit für die Angermunder die Büchse der Pandora geöffnet.

So weit bekannt, so weit im Wesentlichen auch unstrittig.

Selbst vor diesem Hintergrund wird sich das Verwaltungsgericht Düsseldorf wohl dennoch nicht veranlasst fühlen, Gesundheitsschutz in Form von Lämschutzmaßnahmen für die Menschen in Angermund anzuordnen.

Das Argument: Da es Regelungen/Einschränkungen wegen Lärms laut Auffassung des Gerichts erst seit dem sog. Bundesimmsionsschutzgesetz ab 1974 gab, und die rechtswidrig errichtete Elektrifizierung in Angermund davor erfolgt ist, können die Angermunder keine materielle Rechtswidrigkeit beim Verwaltungsgericht geltend machen.

Salopp formuliert: Schwarzbau hin oder her, Bahnlärm und Gesundheitsschäden hin oder her, was zählt ist alles ab 1974.

Wir fragen uns:

  • Wird der Rechtsstaat und unser Grundgesetz so ad absurdum geführt?
  • Warum gibt es seit 1949 ein Grundgesetz das Gesundheit und Leben explizit schützt?
  • Was haben sich die Männer und Frauen vor rund 70 Jahren dabei gedacht, als sie den Schutz von Leben und Gesundheit unmißverständlich als höchstrangiges Grundrecht in Artikel 2 formuliert haben?

Sicherlich nicht, dass das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit für Menschen in Angermund erst 25 Jahren später greift, nämlich erst 1974.

TV-Tip: Bahn Doku am 18.11.2019 ab 20:15 in der ARD

Im Oktober 2019  hat ein ARD-TV Team für die Dokumentation „Operation Bahn“ in  Düsseldorf – Angermund gedreht.

Die Arbeit unserer Bürgerinitiaitive sowie unser Anliegen, endlich Lärm- und Gesundheitsschutz an der lauten, dicht befahrenen und offenbar nicht genehmigten Bahntrasse in Angermund zu bekommen, waren für das ARD Team wohl Gründe genug, Angermund in diese Dokumentation aufzunehmen.

Die ARD-Dokumentation wird am 18.11. um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Der Trailer ist bereits online. (Quelle: ARD)

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Glyphosat Spritzzüge der Bahn in Düsseldorf

Seit Jahrzehnten spritzt die Deutsche Bahn per Ausnahmegenehmigung Herbizide auf die Gleise, darunter auch Glyphosat. In Düsseldorf-Angermund liegen die Gleise direkt an Häusern und Gärten. Die Anwohner sind besorgt. Aus gutem Grund: Denn die WHO stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Der WDR berichtet entsprechend in der Lokalzeit Düsseldorf.

Warum kündigt die Bahn ihre Spritzfahrten nicht an, damit sich die Menschen schützen können? Die fadenscheinige Antwort der Deutschen Bahn im WDR Bericht ist für uns fast schon Satire:

Und  dem selbst gewählten Öko-Image der Bahn wird sie nun so  gar nicht gerecht. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Spritzzüge meist nachts unterwegs sind.

Auch die erneute  Bahn-Ankündigung Alternativen zu erforschen, erscheint unverständlich. Endlich mal handeln und nicht immer nur ankündigen. Das ist die „ach, so umweltfreundliche“ Bahn den Anrainern schuldig.
(Quelle, WDR 10. Oktober 2019)

Schwarzbau der Bahntrasse

Mit Interesse haben wir heute die Berichterstattung in der Rheinischen Post zur Schwarzbau-Trasse in Angermund gelesen. Wir freuen uns, wenn engagierte Autoren im Internet nach Quellen zur Angermunder Trasse suchen. Dies haben wir selbstverständlich anfänglich auch getan. Ähnlich wie er, sind auch wir im Internet auf jede Menge Sekundärliteratur gestossen. Wir betonen: Sekundärliteratur.
Darauf bauen wir keine Klage auf.

Fest steht: Weder Bahn noch Eisenbahnbundesamt können trotz eindeutiger gesetzlicher Verpflichtungen Genehmigungen für die heute viergleisige, mehrfach ausgebaute TEN-Trasse vorlegen.
Dies bestätigte das Eisenbahnbundesamt und die Deutsche Bahn beim Gerichtverfahren.

(Quelle: RP 10.10.2019)

Glyphosat und Herbizideinsatz am Gleis

Glyphosat/ Herbizideinsatz der Deutschen Bahn in Düsseldorf  – CDU hakt nach

Am 10. Oktober 2019 tagt der Umweltausschuss der Stadt Düsseldorf. Die CDU hakt beim Thema Glyphosat und Herbizideinsatz der Deutschen Bahn entlang der Gleise in der Landeshauptstadt nach.

Seit Jahrzehnten spritzt die Deutsche Bahn diverse Herbizide auf die Gleistrassen im dicht bewohnten Düsseldorf – und das, auch entlang der Bahngleise mitten durch den Stadtteil Angermund. Dies geht aus Unterlagen hervor, die der Initiative Angermund e.V. vorliegen.

Viele Angermunder sind besorgt,  weil die Gleise besonders nah an die Wohnbebauung heranreichen (z.B. „Angerbenden“, „Am Angerfeld“ „An den Linden“).

Zudem führt der Schulweg vieler Angermunder Kinder unmittelbar entlang der Bahngleise („Zur Lindung“). Völlig unverständlich: Die Menschen in Angermund wurden über die Spritzfahrten vorab nicht informiert. Quasi klammheimich sind die Spritzwagen vom externen Dienstleister –  der Firma Bayer Crop Science  – u.a. durch Angermund gefahren und haben Herbizide ausgebracht

Ebenfalls sehr besorgniserregend ist, dass  die Deutsche Bahn, Herbizide auf und an den Gleisen  in den Wasserschutzzonen 3a und 3b im Düsseldorfer Norden einsetzt.

Die jüngste Ankündigung der Deutschen Bahn, den Glyphosateinsatz zukünftig zu halbieren, kann die Initiative Angermund nicht zufrieden stellen. Solange keine konkrete Angaben zu menschen und umweltfreundliche  Gleispflege u.a. in Angermund vorliegen, wertet die Bürgerinitiative die Versprechungen der Bahn als strategische Flucht nach vorn, um vom intensiven Herbizideinsatz der Vergangenheit und seinen Folgen für Mensch, Grundwasser, Tier und Natur abzulenken.

 

 

 

 

 

RRX: Großzügigere Angebote beim Lärmschutz machen

Endlich beim RRX-Lärmschutz umdenken – das fordert auch die Rheinische Post

In seinem Kommentar auf Seite 2 bringt des Reinhard Kowalewsy auf den Punkt. Beim RRX-Lärmschutz müssen Bund und Bahn endlich umdenken und aufhören, die Betroffenen mit Minimallösungen abspeisen zu wollen.

Die Bahntrasse mitten in Angermund ist einer der dichtest befahrenen in Europa, seit Jahrzehnten hoch belastet und bis heute völlig ungeschützt. Mit dem Gleisausbau muss endlich  ein nachhaltiger Lärmschutz umgesetzt werden, der städtebaulich verträglich ist.

Mit  unserem Vorschlag und ersten Planungen einer Einhausung haben wir den Entscheidern konstruktiv eine Variante zur Verfügung gestellt,  an die es jetzt anzuknüpfen gilt, damit es mit dem RRX voran geht.

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Großzügigere Angebote beim RRX-Lärmschutz machen: RP 5.10.2019

China brauchte nur vier Jahre, um den gigantischen neuen Flughafen bei Peking zu bauen, während unsicher ist, ob der RRX als eines der wichtigsten Bahnprojekte Deutschlands komplett 2030 in Betrieb sein wird. Erst in zwei der 15 Bauabschnitte hat der Bau begonnen. Erst in fünf Abschnitten gibt es einen Planfeststellungsbeschluss. Viele Klagen wie aus Angermund drohen. So bleibt offen, wann wir den 15-Minuten-Takt zwischen Köln, Düsseldorf und Dortmund haben. Eigentlich sollte man das Projekt vorziehen, um Verkehr von der Straße zu holen, tatsächlich droht Verzögerung. Die Bahn und die Bundesregierung müssen umdenken: So sollte die Bahn viel großzügigere Angebote für den Lärmschutz entlang der RRX-Route prüfen. Das mag viele Millionen Euro kosten, aber da die Bundesregierung mehr als 50 Milliarden Euro neu für den Klimaschutz ausgeben will und der Bahn 80 Milliarden Euro für ihre Expansion spendiert, sollte das möglich sein. Die Bundes-CDU und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) verdienen Unterstützung für ihre Vorschläge, wichtige Infrastrukturprojekte schneller durchführen zu können. So ist notwendig, dass das Eisenbahnbundesamt mehr Planer bekommt. Verfahren vor Verwaltungsgerichten sollten zügiger durchgeführt werden. Und wenn die CDU darauf drängt, dass Umweltverbände gegen Eisenbahntrassen oder Stromautobahnen nur klagen dürfen, wenn es um ein echtes Verbandsinteresse geht, ist auch dies sinnvoll. Organisationen wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) oder die Umwelthilfe sollten die Reformen zumindest bei ökologisch sinnvollen Projekten unterstützen, statt zu mauern. Denn ohne neue Stromtrassen und den Ausbau der Bahn kommen wir beim Jahrhundertthema Klimaschutz nicht voran.

Schwarzbauklage gegen Bahn: Ausführliches Interview beim WDR

In der WDR-Sendung „Hier und Heute“ haben wir ein ausführliches Live- Interview zu unserer Schwarzbauklage gegen die Bahn bzw. das Eisenbahnbundesamt gegeben.

Die unerträgliche Belastung durch den Schieneverkehr war ebenso Thema wie die gesundheitlichen Risiken, die den Menschen in Düsseldorf Angermund  – verursacht durch den Schienenverkehr – seit Jahrzehnten ungeschützt zugemutet werden.

So kann es nicht weitergehen. Wir wollen „Lärmschutz jetzt“ und haben unsere Forderungen erläutert und zu unserer Klage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf Stellung genommen.

Ausführliches Live Interview in der Sendung „Hier und Heute“ beim WDR

studio-tür-uhr-fernsehsendung-angermund-bahnlaerm Live bei Hier und Heute, 26. Sep 2019