





Die Rheinische Post berichtet wie folgt über den Standpunkt der Initiative Angermund e.V. und den Stadtratsbeschluss (RP, 20.11.2021). Die Machbarkeit einer Einhausung wurde von der Deutschen Bahn im Rahmen eines „Runden Tisches“ selbst bestätigt und ist sehr wohl möglich.

Der Düsseldorfer Stadtrat, stimmte am 18.11.2021 mehrheitlich für die Beschlussvorlage der Verwaltung. Darin fordert die Stadt Düsseldorf u.a. „eine Trassenneuplanung unter stärkerer Gewichtung städtebaulicher, ökologischer und menschlicher Maßstäbe. Zerschneidungswirkung und städtebauliche Aspekte müssen in dicht an die Gleistrasse angebauten Wohnsiedlungsgebieten anders gewürdigt werden, damit auch Einhausungen oder Tunnellösungen möglich werden, und zwar konkret auch für Angermund…“
Wir danken alle Ratsmitgliedern, die für diese Vorlage gestimmt haben.
Da Eisenbahninfrastrukturen sehr langlebige Wirtschaftsgüter sind und die sechs Gleise in Angermund sicherlich 50, wenn nicht sogar 100 Jahre und mehr genutzt werden, ist eine nachhaltigere Planung als bisher auch aus Verantwortung für kommende Generationen zwingend erforderlich. Angermund gilt heute schon als eine der dichtest befahrenen Bahntrassen in Europa. Die Gleise grenzen direkt an die Wohngebiete und bei uns rasen die Züge innerorts zumeist mit lauten 200 km/h durch.
Wir sind sicher, dass sich beides vereinen läßt, indem man die Trasse in die Erde legt: Dicht getaktete Gleise in Angermund auf denen zukünftig noch mehr RRX und Fernverkehrszüge fahren bzw. Güter transportiert werden und eine gesundes und städtebaulich-verträgliches Umfeld, dass Entwicklungsmöglichkeiten für den Stadtteil eröffnet.
Die Lokalzeit Düsseldorf berichtet am 26.10.2021 über unseren Informationsabend zum RRX und Gleisausbau in Düsseldorf Angermund. Das Bürgerhaus in Angermund war brechend voll.
Denn die Frage, welche Folgen die sechs dicht befahrenen Bahngleise zukünftig für Angermund haben werden, treibt sehr viele Angermunder um.
Wir haben die Planungen der Bahn und Bahngutachter gelesen. Diese haben wir den Angermundern konkret vorgestellt. Wir laden jeden, der sich über das Projekt in Angermund eine Meinung bilden will ein, dies auch zu tun.
Leider müssen wir folgendes Fazit ziehen: Die bisherigen Bahnplanungen sind für Angermund eine Katastrophe. Sie sind nicht nachhaltig und für Angermund städtebaulich eine gigantische Bausünde mit Ansage. Gerade vor dem Hintergrund, dass die 6 Gleise mitten in unseren Wohngebieten liegen und heute schon quasi pausenlos Züge mit 200km/h und demnächst wohl mit 230 km/h durchbrettern werden, ist diese Planung unhaltbar.
Am 18. Oktober 2021 legte die Deutsche Bahn ihre extrem umstrittenen Planungen für den sechsgleisigen Ausbau der Bahntrasse in Düsseldorf-Angermund offen. Zu diesen Planungen nimmt die Initiative Angermund e.V. nach einer ersten Vorprüfung wie folgt Stellung:
Frau Wagner, Vorstandsvorsitzende der Initiative Angermund und Mutter zweier Kinder zieht ein erstes Fazit:
„Wir sind zutiefst erschrocken wie rücksichtslos der sechsgleisige Trassenausbau in Düsseldorf-Angermund in Sachen Umweltschutz, Immissionsschutz und Nachhaltigkeit umgesetzt werden soll. Die Bahnplanungen für Angermund werden dem Anspruch unseres Landes, Lebensgrundlagen sowie künftige Generationen deutlich mehr zu schützen, nicht mehr gerecht. Deshalb werden diese Planungen mit uns so nicht zu machen sein!“
Die Bahnunterlagen für Angermund werden ab 18.10.2021, unter diesem Link abrufbar sein: http://www.eba.bund.de/anhoerung
Die Initiative Angermund e.V. lädt Betroffene zu Bürgerinformationsveranstaltungen am 25. Oktober 2021 ein. Dort wird die sog. Offenlage der Unterlagen sowie Hinweise zum Verfahren und Einwendungen erklärt.


Die Deutsche Bahn wird, wie von ihr in einer Pressekonferenz am 1. Oktober 2021 angekündigt, die sog. Offenlage und damit die Öffentlichkeitsbeteiligung für das RRX-Planfeststellungsverfahren in Düsseldorf-Angermund (RRX-Planfeststellungsabschnitt 3.1) am 18. Oktober 2021 starten. Eiwendungen müssen spätestens bis zum 17. Dezember 2021 schriftlich erfolgen.
Dazu Elke Wagner, Vorsitzende der Initiative Angermund e.V.:
„Es ist schon ein starkes Stück, wie die Bahn mit den Menschen in Angermund umgeht. Seit Jahrzehnten setzt sie uns vor vollendete Tatsachen. Sie hält die Angermunder hin, redet mutige und moderne Ideen der Bürgerschaft zum Lärmschutz tot und kommuniziert in Sachen RRX alles andere als aufrichtig.So auch jetzt wieder: Obwohl die Bahn für den Gleisausbau in Angermund mehr als 150 Eingriffe in privaten Grund und Boden vornehmen und viele Menschen enteignen will, kündigt sie den Termin für die Öffentlichkeitsbeteiligung erst der Presse an – die unmittelbar Betroffenen haben sich offensichtlich hinten anzustellen. So will der Großkonzern in der Öffentlichkeit offensichtlich Fakten schaffen und frühe Meinungsbildung betreiben. Dieses Verhalten der Bahn ist unanständig und gießt bei dem so wichtigen RRX-Projekt weiter reichlich Öl ins Feuer.“
Die Initiative Angermund kritisiert sowohl das Vorpreschen der Bahn, als auch die eingereichten Planungen für den sechsgleisigen Trassenausbau scharf.
Für den stark wachsenden Stadtteil Angermund mit vielen jungen Familien muss eine nachhaltige sowie umwelt- und menschenverträgliche Lösung für den sechsgleisigen Ausbau gefunden werden, so die Forderung der Bürgerinitiative. Die Planungen der Bahn, kilometerlang Lärmschutzwände mit mehr als 6 Metern Höhe (ab Geländeoberkante), mitten durch Wohngebiete hochzuziehen, seien nicht nur in Sachen Schallschutz alles andere als nachhaltig, sondern auch städtebaulich eine unwiderrufliche Bausünde mit Ansage, die dem Stadtteil und den Menschen über Generationen hinweg massiv schaden.

Auch die klimafreundliche Nutzung von Geothermie in der Einhausung sowie Photovoltaik auf dem Lärmschutzdeckel zur umweltfreundlichen Energieerzeugung seien denkbar und im Sinne des Klimaschutzes sehr erstrebenswert, regt die Initiative an.

Diverse Beispiele aus Süddeutschland zeigen, dass es geht. Noch jüngst entschieden sich Bund und Bahn für eine sinnvolle Bahntunnellösung rund ums bayrische Rosenheim, um Menschen und Natur zu schützen. Ihr Argument dort: Lange Tunnelstrecken schützen Umwelt in Bayern und Tirol. Deshalb ist es für die Initiative Angermund längst überfällig, diese modernen Standards endlich auch im dicht besiedelten NRW bzw. in Düsseldorf umzusetzen, weil die Landeshauptstadt außerordentlich von Bahnlärm betroffen ist.
Dazu Elke Wagner:
„Die RRX Planungen der Bahn für Düsseldorf-Angermund sind völlig aus der Zeit gefallen. Sie berücksichtigen überhaupt nicht unabdingbare Faktoren wie Nachhaltigkeit, Schaffung gesunder Lebensumfelder bzw. zukunftsfähiger Quartiere sowie modernen Städtebau. Deshalb werden wir uns mit allen Mitteln gegen diese Planungen der Bahn wehren.
Frau Wagner wagt zudem einen Blick in die Zukunft: „In etwa 10 Jahren erwartet uns durch den Gleisausbau in Angermund eine viele Jahre andauernde Mega-Baustelle, bei der sämtliche Brücken abgerissen, wichtige Straßen gesperrt und Wegeverbindung gekappt werden. Von der Bahn werden uns dann noch mehr Krach und Erschütterungen als schon üblich zugemutet. Und für was? Um anschließend vor bzw. an monströsen Wänden zu leben, die dann wohl in kürzester Zeit verschmiert sind, den nördlichsten Stadtteil Düsseldorfs für immer zerschneiden und dabei den Bahnlärm größtenteils nur umverteilen. Da müssten wir schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein, diesen Irrsinn nicht mit konstruktiven Alternativen zu bekämpfen.“
Die Initiative Angermund e.V. ruft alle Angermunder und Freunde der Rosenstadt, aber auch Düsseldorfer, Duisburger und Ratinger auf, die Offenlage ab 18. Oktober 2021 zu nutzen und Einwendungen gegen die schlechten Bahnplanungen vorzubringen. Die Einwendungen müssen schriftlich erfolgen und bis Dezember beim Eisenbahnbundesamt vorliegen. Nähere Infos gibt es bei der Initiative Angermund e.V. unter: www.initiative.angermund.de und per Email an: info@initiative-angermund.de
Die Initiative Angermund e.V. bietet allen, die Einwendungen vorbringen wollen, Hilfe an. Sie hat eigens dazu, einen Infoverteiler per E-Mail aufgesetzt. Interessierte können sich auf den Verteiler setzen lassen. Einfach E-Mail schreiben an: info@initiaitive-angermund.de
In der aktuellen Ausgabe des Lokalkuriers wird ausführlich über die Mitgliederversammlung der Initiative Angermund e.V. und die neusten Infos rund um den geplanten sechsgleisigen Ausbau der Bahntrasse in der Rosenstadt berichtet.

Am 22. August 2021 hat die Initiative Angermund e.V. ihre ordentliche Mitgliederversammlung im Angermunder Bürgerhaus durchgeführt. Corona-bedingt konnte diese erst jetzt stattfinden. Neben dem Geschäftsbericht für das Jahr 2020 standen auch Vorstandswahlen an.
Einstimmig wurde Elke Wagner im Amt als Vereinsvorsitzende bestätigt. Als Schriftführerin wurde Barbara Felsch ebenfalls einstimmig gewählt. Verstärkt wird der Vorstand ab sofort außerdem von Herbert Jünger, der die Aktiven des Vereins als Beisitzer unterstützen wird.

Frau Wagner dankte den Mitgliedern für ihr besonderes Engagement und betonte im Ausblick für die kommenden Monate, dass sich der Vorstand weiterhin mit voller Tatkraft für eine verträgliche Integration der sechsgleisige Schienenmagistrale einsetzen wird.
Dabei wird der Verein weiterhin externe Experten im Bereich Umwelt-/Immissionsschutz und sowie im Planungsrecht hinzuziehen. Die Verlärmung von Angermund und der angrenzenden Naturschutzgebiete müsse nach vielen Jahrzehnten endlich gestoppt und städtebaulich verträgliche Lösungen für die äußerst dicht und schnell befahrenen Gleise gefunden werden. Die konstruktive Arbeit des Vereins würde konsequent im Dialog mit den Entscheidern fortgesetzt.
Düsseldorf-Angermund, 1. Juni 2021
Am 1. Juni 2021, endet die formale Bürgerbeteiligung zu den RRX-Planungen der Deutschen Bahn für den Düsseldorfer Norden, die über Düsseldorf-Kalkum bis nach Angermund Süd reichen (RRX Planfeststellungsabschnitt 3.0a).
Mehr als 300 Einwendungen von Bürgerinnen und Bürger hat die Initiative Angermund in das Verfahren eingebracht. Die Menschen haben ihren Unmut und Protest gegen die unzureichenden Pläne der Bahn im Düsseldorfer Norden abermals sehr deutlich Luft gemacht und fordern endlich ein Umdenken bei diesem Milliardenprojekt hin zur mehr Nachhaltigkeit.
Ihr Fazit: Die Planungen der Bahn blenden die Belange und Betroffenheiten von Mensch und Umwelt sowie die ureigene Charakteristik der Stadtteile und die Bedeutung der wertvollen Grünzuge im Düsseldorfer Norden immer noch weitestgehend aus.
Ein Beispiel und gleichzeitig massiver Aufreger: Die Deutsche Bahn plant zur Verschwenkung von Gleisen mitten auf der grünen Wiese in Kalkum einen Tunnel, während sie wenige hundert Meter entfernt einen Lärmschutzdeckel für Angermund bislang ablehnt.
Dazu Frau Wagner, Vorsitzende der Initiative Angermund e.V.:
„Wie unsinnig ist das denn? Der Bahntunnel in Kalkum kostet dem Steuerzahler wohl deutlich mehr als 50 Millionen Euro. Wir fragen uns, warum dieses Geld nicht sinnvollerweise in einen Lärmschutzdeckel für Angermund investiert wird und damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden – nämlich die Gleise verschwenkt als auch nachhaltiger Lärmschutz für das hoch belastete Angermund geschaffen“.
Die Einwender kritisieren außerdem den weiterhin vorgesehenen Glyphosat bzw. Herbizid-Einsatz durch die Deutsche Bahn in den Wasserschutzzonen im Düsseldorfer Norden und erinnern an den unmissverständlichen Auftrag, des Bundesverfassungsgerichts an den Staat und damit auch dem Staatskonzern Bahn: Die Verfassungshüter haben in ihrem Urteil vom 29. April 2021 bekanntlich deutlich gemacht, dass die natürlichen Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen zu schützen sind.
Da die RRX-Unterlagen nur auf einer kurzfristigen Verkehrsprognose fußen, die bis 2030 reicht, werden nach Ansicht der Einwender, die Umwelt- und Gesundheitsprobleme, die der intensive Schienenverkehr auf dieser hoch belasteten Durchfahrtstrasse verursacht, ungerechterweise künftigen Generationen aufgebürdet.
Wie die Rheinische Post am 28. April 2021 berichtet, hat die Bezirksregierung Münster erneut die Genehmigungsunterlagen der DB Netz AG zum Gleisausausbau und RRX für den Abschnitt Düsseldorf-Unterrath-Kalkum -Angermund Süd offengelegt (RRX Planfeststellungsabschnitt 3.0a).

Es handelt sich um ein sog. Deckblattverfahren.
Dies bedeutet, dass im bereits laufenden Planfeststellungsverfahren Unterlagen verändert worden sind, die nun wieder zur Beteiligung offengelegt werden. Bis zum 1. Juni 2021 können Einwendungen zu diesen Änderungen geschrieben und an die Bezirksregierung Münster geschickt werden.
Die Initiative Angermund wird diese Unterlagen prüfen und bei Bedarf erneut Einwendungen in das Verfahren einbringen.
Zur Erinnerung: Die erste Offenlage für diesen Abschnitt erfolgte im Juli 2020. Die Planungen der Bahn entpuppten sich als große Enttäuschung: Mangelnder Lärmschutz, Tunnelbau ohne Nutzung von Synergien für Angermund, Glyphosateinsatz trotz Wassserschutzzone – dies waren nur einige Kritkpunkte an den DB-Planungen.
Stellungnahme der Initiative Angermund e.V. anlässlich der Tagung zum Schienenverkehrslärm des HMUKLV, MUEFF und des ALD
Düsseldorf-Angermund, 30. März 2021
Die Initiative Angermund e.V. aus Düsseldorf fordert die konsequente Beachtung und Umsetzung der WHO Leitlinien zum Umgebungslärm bzw. Bahnlärm und kritisiert die wenig ambitionierte Bewältigung der Gesundheitsgefahren durch Schienenverkehrslärm.
Dazu die Vorstandsvorsitzende der Initiative Angermund:
„Machen wir uns nichts vor. ICE‘s mit grünen Aufklebern sind, wenn sie mit 200 km/h und mehr durch Wohngebiete rasen und so Menschen Schlaf, Gesundheit und Lebensqualität rauben, für Anrainer nur bedingt umweltfreundliche Verkehrsträger.
Auch die seit Jahren geführte Kampagne rund um die Einführung der sogenannten Flüsterbremsen und der Halbierung des Bahnlärms erinnert uns an Green Washing. Denn wider besseren Wissens wird hier das Gesundheits- und Umweltproblem rund um Bahnlärm auf den reinen Schienengüterverkehr reduziert. Dabei zeigen die Messstationen des Eisenbahnbundesamts, dass viele Fernverkehrszüge lauter sind als Güterzüge.
In diesem Zusammenhang ist es dann nur noch als Spitze des Eisbergs zu bewerten, dass das Bundesverkehrsministerium jüngst entschieden hat, die Durchfahrt lauter Güterzüge, entgegen ihrer eigenen jahrelangen Ankündigungen, doch noch nicht zu sanktionieren.
Ich erlaube mir in diesem Fachgremium eine bewusst überspitzte Frage: Wenn wir bei der Corona- Pandemie auf die Empfehlungen der WHO hören, warum eigentlich nicht auch bei der Lärm-Pandemie?“

Die Mitglieder der Initiative Angermund e.V. kämpfen seit mehr 24 Jahren für Lärmschutz und ein gesundes Lebensumfeld an der viergleisigen Bahntrasse in ihrem Stadtteil. Auch nach jahrzehntelanger stetig zunehmender Dauer-Beschallung durch Bahnlärm werden sie nicht müde sich für eine starke, weil leise Schiene einzusetzen. Der Verein drängt seit vielen Jahren darauf, dass adäquate Grenzwerte eingeführt bzw. eingehalten werden – und das gleich, ob an Bestands-, Ausbau- oder Neubautrassen. Die WHO gibt hier mit ihren Leitlinien die Richtung vor.

Die Initiative ist zudem überzeugt, dass bei hoch belasteten und lauten Schienen-Magistralen, die durch Wohngebiete führen, Lärmdeckel und Tunnellagen oft alternativlos sind.
Und wer es ernst meint mit der körperlichen Unversehrtheit, muss Geschwindigkeitsbegrenzungen und Nachtfahrverbote – wie sie im Straßen- und Flugverkehr längst selbstverständlich sind, auch für die Schiene als ad hoc Maßnahmen konsequent umsetzen.
Die Rheinische Post berichet am 10. März 2021 über die berechtigten Sicherheitsbedenken von Angermunderinnen und Angermundern rund um die dicht befahrenen TEN-T Gleise, die mitten durch den Düsseldorfer Stadtteil Angermund führen und mit 200 km/h befahren werden.
Hintergrund ist, dass Betonplatten von den gleisnahen Kabelschächten vergangene Woche entfernt wurden und diese dann wohl von Besuchern des Angermunder Sees zum Ufer getragen und dann als „Sitzunterlage“ genutzt wurden.
Die Initiative Angermund fordert ua. zum Schutz der Bevölkerung, der Fahrgäste und des Schienenverkehrs die Einzäunung der Gleise, die zu den dichtest befahrenen Europas zählen.

Wir meinen: Wer Schienenverkehre mit 200 km/h durch unseren Stadtteil führt, sollte Verantwortung übernehmen und die Gleise ensprechend schützen und einzäunen. Dies wäre verantwortungsvolles Handeln.
Wir fragen uns außerdem: Ist eine Einzäunung der Gleise mit der Stadt Düsseldorf und der Bevölkerung jemals thematisiert worden? Hat jemals eine Abwägung mit den Betroffenen stattgefunden? Wir glauben: Nein.
Und das, obwohl die Angermunder Gleise im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans von 1985 zu Beginn der 1990’er ausgebaut wurden.

Die Ankündigung der Deutschen Bahn, dass ihre Planungen für den sechsgleisigen Ausbau der Bahntrasse mitten in Angermund mehr als 150 Betroffenheiten in Eigentum auslösen wird, hat nicht nur für große Empörung, sondern auch für ein großes Presseecho gesorgt.
Viele Anwohner in Angermund sind nicht bereit, für die Planungen der Deutschen Bahn, kilometerlang monströs hohe Wände mitten in Angermund hochzuziehen, Eigentum abzutreten. Klagen von seiten der Betroffenen und langwierige Verhandlungen mit diesen Eigentümern sind quasi vorprogrammiert.
Leider keine guten Vorzeichen für das RRX-Projekt in Düsseldorf-Angermund. Dieser Konflikt beweist wieder einmal, dass Großprojekte nicht gegen den Willen der Anwohner und Betroffenen umgesetzt werden können. Die Bahn sollte endlich eine menschen- und umweltverträgliche Planung des Gleisausbaus vorlegen und den Lärmschutzdeckel ohne Scheuklappen ins Verfahren einbringen.




Am 9. und 10. Februar 2021 standen die Telefone bei der Initiative Angermund e.V. nicht still.
Erbost, erschrocken oder auchratlos meldeten sich hilfesuchend Angermunder Bürgerinnen und Bürger bei der Bürgerinitiative, weil sie recht unerwartet von der Deutsche Bahn Post erhalten hatten.
Die Bahn hat diverse Anwohner in Angermund, die vom RRX und den Planungen zum sechsgleisigen Ausbau der Bahntrasse betroffen sind, am 9. und 10. Februar 2021 über die geplante Inanspruchnahme ihres Eigentums informiert. Auch Enteignungen werden in den Schreiben bereits thematisiert.
Dazu Elke Wagner, Vorsitzende der Initiative Angermund e.V.:
„Erst reicht die Bahn klammheimlich ihre RRX-Genehmigungsunterlagen an Stadt und Betroffenen vorbeiein und jetzt krönt sie diesen schlechten Stil auch noch mit seitenlangen Briefen, die viele Angermunder geradezu vor den Kopf stoßen.

Denn für ihre schlechte Planung, kilometerlang monströse Lärmschutzwände mitten in unserem Stadtteil hochzuziehen, will sie jetzt auch noch Grundstücke kapern. Das ist grotesk und ruft bei uns viele auf den Plan.“
Laut jüngsten Aussagen einer RRX-Verantwortlichen, resultieren aus den Bahnplanungen in Angermund rund 150 Eigentumsbetroffenheiten – dies ist weit mehr als die Bahn der Öffentlichkeit bislang Glauben machen wollte.
Die Aktiven der Initiative Angermund e.V. gehen sicher davon aus, dass diverse Betroffene ihr Eigentum für die völlig unzureichende Planungen der Bahn nicht hergeben werden – anders sähe das bei einem städtebaulich verträglichem Lärmdeckel aus.
Die Briefe heute wirken deshalb für viele wie eine Provokation. Komplizierte Eigentumsverhandlungen und Klagen im Planfeststellungsverfahren würden so quasi vorprogrammiert, ist sich die Bürgerinitiative sicher.
Zum Wohle des Infrastrukturprojekts RRX fordert die Initiative Angermund e.V. deshalb die Bahn auf, die von der Landeshauptstadt jüngst beschlossene Prüfung des Lärmdeckels abzuwarten und mit den betroffenen Bürgern bei diesem Jahrhundertprojekt eine nachhaltige Lösung für Angermund zu erzielen
In der Ratssitzung vom 4. Feburar 2021 wurde mit großer Mehrheit die Weiterplanung des Lärmdeckels für Angermund beschlossen und entsprechende Mittel dafür budgetiert.
Für den entsprechenden Antrag von CDU und Die Grünen stimmten auch die Fraktion „Die Linke“ sowie Tierschutz/Freie Wähler. Der Antrag umfasst, dass:
Wir danken den Fraktionen für ihr Votum für eine verträgliche Umsetzug des Trassenausbaus mitten im Stadtteil Angermund.
FDP und SPD/Volt votierten übrigens mit Nein.
Der vollständige Antrag ist im Ratsinformationssystem der Stadt Düsseldorf zu finden unter:
Lärmdeckel wird weitergeplant: Wie RP und die Westdeutsche Zeitung berichtet am 4.2. 2021 über die Weiterplanung des Lärmdeckels für Angermund. Dafür stellen CDU und Die Grünen/B90 heute einen entsprechenden Antrag im Düsseldorfer Stadtrat (vgl.: RAT/132/2021) und auch finanzielle Mittel bereit.
Schwarz/Grün halten Wahlversprechen
Schwarz/Grün setzt damit ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2020 um. Dafür danken wir den beiden Fraktionen.
Wir widersprechen ausdrücklich den Behauptungen der DB im hier aufgeführten RP-Artikel , was die Wegnahme von Häusern angelangt. Diese Totschlagargumente entbehren jeder Planung.
Totschlagargumente der DB entbehren jeder Planung
Fakt ist: Die derzeitige Planung zum Lärmdeckel war eine grobe Planung mit dem Ziel, die Machbarkeit festzustellen. Diese Machbarkeit wurde durch die DB AG, die Stadt Düsseldorf und externen Ingenieurbüros im Rahmen eines Runden Tischs bestätigt. Es wurden jedoch keinerlei Optimierungen erarbeitet, wie es bei solchen Projekten üblich ist. Deshalb sind Aussagen ua. in Sachen Geometrie oder Kosten des Bauwerks zu diesem Zeitpunkt unseriös.
Totschlagargumente der DB entbehren jeder Planung

Die NRZ berichtet über das unerwartete Einreichen der Genehmigungsunterlagen für den Gleisausbau in Düsseldorf-Angermund durch die DB Netz AG.
Ist das unabgestimmte Vorpreschen sinnvoll bei diesem Großprojekt? Wir glauben kaum. In diesem Bericht wird auch die Vorsitzende der Initiative Angermund zitiert – die vollständige Presse-Erklärung finden Sie hier
Die Rheinische Post berichtet am 14. Januar 2021 über die Kooperationsvereinbarung zwischen von CDU und B90/Die Grünen der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Diese wurde von den Mitgliedern beider Parteien am 18. Januar 2021 mit großer Mehrheit genehmigt.
Wir freuen uns, dass beide Stadtratsfraktionen zu den im Kommunalwahl gemachten Aussagen und Wahlversprechen (nachzulesen hier: Wahlaussagen und -versprechungen von CDU und B90/Die Grünen) im Rahmen des Gleisausbaus in Angermund stehen und dies nun auch umsetzen wollen.
Unser aller Ziel muss es sein, die Verkehrswende nachhaltig umzusetzen und dabei eine immissionsarme und städtebaulich verträgliche Lösung für die Angermunder Gleise , die ua. zum transeuropäischen TEN-Netz und den dichtest befahrenen Europas zählen, zu realisieren.