Die Verursacher der RRX-Misere

Dieser WDR Bericht dröselt sehr treffend und bitterböse die RRX-Misere in NRW auf.

Der WDR bringt auf den Punkt, warum es mit dem RRX nicht voran ging und geht:

  • Verkehrspolitik im jahrzehntelangen Ankündigungsmodus
  • Zu wenig Planer
  • Der Zustand der Deutschen Bahn.

Wir dürfen ergänzen, dass auch die Bürgerbeteiligung bei diesem Milliardenprojekt sehr supoptimal war und ist: Denn:

  • Warum sind die betroffenen Menschen in Anbetracht des enormen Gleisausbaus und der städtebaulichen Eingriffe für das RRX-Projekt u.a. im Düsseldorfer Stadtteil Angermund nicht frühzeitig eingebunden worden?
  • Warum sind nicht vorausschauend einvernehmliche Lösungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort gefunden worden?
  • Warum kam man – trotz so langer Vorlaufzeit – erst 2014 mit den RRX-Plänen um die Ecke, wohl in der Hoffnung es würde schon irgendwie gut gehen und in Angermund alles durchgewunken?

Gute Bürgerbeteiligung beim RRX: Mitnichten.

Der Bericht räumt auch mit dem Märchen auf, es seien die Bürger, die den RRX verzögern. Denn eine solche Argumentation (gerne von dem ein oder anderen RRX Verantwortlichen ins Feld geführt) ist zwar schön simpel und mag vielleicht auch das ein oder andere Pendlerherz besänftigen.

Wir meinen aber, dass es fast schon populistisch ist und zur Problemlösung nichts beiträgt, sondern wohl offensichtlich von den eigentlichen Verursachern der Verkehrs- und Schienenmisere in NRW ablenken soll.