Forderungskatalog der Initiative Angermund: Lokalkurier berichtet

Der Lokalkurer berichtet über unseren verkehrs- und gesundheitspolitischen Forderungskatalog, den wir auf dem Düsseldorfer Verkehrsforum vorgestellt haben:

  • Machbarkeit der Einhausung zur Vorentwurfsplanung weiterentwickeln – so  können die  Schallschutzvarianten der Deutschen Bahn und unserer Initiative von den Entscheidern fair verglichen und objektiv abgewogen werden.
  • Gesamtlärmbetrachtung einführen: Lärm ist verkehrsübergreifend zu betrachten.  Die bisherige Praxis,  Lärmemissionen isoliert zu betrachten ist realitätsfremd.
  • Spitzenpegelkriterium: Schluss mit den gemittelten Emissionswerte bei der Schallberechnung. Es sind die enormen Pegelspitzen bei Zugvorbeifahrten, die uns durchschütteln und nicht schlafen lassen. Der Mittelungspegel ist realitätsfremd, der Spitzenpegel muss in der Schallberechnung berücksichtigt werden.
  • Überarbeitung der sog Schall 03: Das Berechnungsverfahren für den Schienenverkehr emittierenden Schall muss dringend überarbeitet werden. Dieses gilt selbst in Expertenkreisen als zweifelhaft, intransparent und nicht dem neusten Stand der Technik entsprechend. Bahnlärm würde mit der Schall 03 systematisch klein gerechnet und somit Lärmschutzmaßnahmen unterdimensioniert –
    so die Kritik von Akustikern, politischen Entscheidern und Bürgerinitiativen.

 

 

 

Schienenlärm: Fachgespräch in Berlin zum Spitzenpegelkriterium

Klare Ansage für den sog. Maximalpegel am 12. Oktober 2017 in Berlin.

Wir zitieren: "Insbesondere für Anwohner im Nahbereich von Bahnstrecken ist die Berücksichtigung sowohl der Höhe der Maximalpegel, als auch der Häufigkeit der Bahnlärmereignisse für eine angemessene Beurteilung des nächtlichen Schienenverkehrslärms erforderlich.

Zum Hintergrund:
Bisher wird bei Schallberechnungen an Schienenstrecken ausschließlich mit Durchschnittswerte gearbeitet. Wir von der Initiative Angermund kritisieren dieses realitätsfremde Verfahren seit Jahren.
Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen präsentierten in der Hessischen Landesvertretung in Berlin Ergebnisse ihres Gutachtes, das u.a. den enormen Einfluß des Maximalpegels auf den Nachtschlaf und damit auf die Gesundheit wissenschaftlich untersucht hat. Dipl. Ing. Richard Kleinofen von unserer Initiative hat an diesem Fachgespräch teilgenommen und die rasche Umsetzung dieser Erkenntnisse und damit die Berücksichtigung des Maximalpegels bei Berechnungen des Schienenlärms gefordert.

 

11. Oktober 2017: Düsseldorfer Verkehrsforum

Viele Düsseldorfer haben heute die Gelegenheit genutzt, über Mobilität und Verkehrsentwicklung in unserer Stadt zu diskutieren und der Verwaltung wichtige Impluse für den Mobilitätsentwicklungsplan zu geben. In der Arbeitsgruppe „Verkehrsentwicklung – Aufgaben und Ziele für den Verkehrsentwicklungsplan im Sinne eines Mobilitätskonzeptes 2030+“ kristallierte sich für die Bürger rasch ein wesentliches Kernthema heraus: Einschränkungen der Lebensqualität durch Verkehrslärm in Düsseldorf.

Wir von der Initiative Angermund haben u.a. eine Gesamtlärmbetrachtung gefordert. Statt Lärm – wie bisher üblich- getrennt zu betrachten, müssen verkehrsübergreifend Lärm von Schiene, Straße, Flughhafen und Schiff als Beurteilungsgrundlage definiert werden. Denn die Lärmwirklichkeit vieler Düsseldorfer ist das Konglomerat verschiedenster Lärmquellen. Alles andere ist realitätsfremd.
Reges Interesse herrschte an unserem Infostand. Dort haben wir unsere Einhausungslösung für Angermund vorgestellt.
Wir danken Frau Zuschke (Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen) sowie dem Amt für Verkehrsmanagement für diese bürgernahe und kurweilige Veranstaltung .

Mit dem Gleisausbau kommt das städtebauliche Desaster

Mit dem Gleisausbau  kommt das städtebauliche Desaster. Beispiel: ICE Neubaustrecke München-Berlin

„Es schaut – ja das muss ich so deutlich sagen – beschissen natürlich aus für Ebensfeld …“
Das sagt nicht irgendwer, sondern der Bürgermeister einer Gemeinde in Bayern zum Gleisausbau und den Lärmschutzwänden, die dort die Gemeinde ebenfalls jetzt zerschneiden. Städtebaulich einfach nur ein Desaster.

(Quelle: ARD, Frankenschau aktuell, Bayrischer Rundfunk, 5.10.2017)

Liebe Angermunder: Schaut selbst was auf uns zukommt, wenn es nach den Planungen der DB Netz AG geht. Wohlgemerkt bei uns geht es um 6! Gleise.

http://www.ardmediathek.de/tv/Frankenschau-aktuell/Bausch%C3%A4den-durch-neue-ICE-Trasse/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14913732&documentId=46589136

Neuer Vorstand in der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V. (BVS)

Am 03. Oktober 2017 fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V. (BVS) in Frankfurt a.M. statt. Die Initiative Angermund e.V. ist  aktives Mitglied in der BVS, die sich bundesweit u.a. für eine leise und umweltfreundliche Eisenbahn einsetzt.

Wir gratulieren RA Dr. Armin Frühauf zur Wahl zum 1. Vorsitzenden der BVS und Ludwig Steininger zur Wiederwahl zum 2. Vorsitzenden.

Gemeinsam sind wir stark.

Die neuen Vorsitzenden der BVS: RA Dr. Armin Frühauf (L.) sowie Ludwig Steininger (r.).

 

– Save the Date – 11. Okt. 2017: Düsseldorfer Verkehrsforum 2017

Die Stadt Düsseldorf lädt alle Düsseldorfer zu einem Verkehrsforum ein  – die Initiative Angermund e.V. wird dort mit einem Stand vertreten sein und wir freuen uns, wenn viele Bürgerinnen und Bürger am Vekehrsforum teilnehmen, mit diskutieren und unseren Stand besuchen.

Düsseldorfer Verkehrsforum 2017
Mittwoch, 11. Oktober 2017
15:00 – 19:30 Uhr
im Congress Center Düsseldorf

 

Mehr Infos und Anmeldung unter:

https://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/aktuelles/news-detailseite/newsdetail/duesseldorfer-verkehrsforum-2017.html

 

OB-Dialog: Ist Gesundheitsschutz in Düsseldorf Luxus?

26. September 2017: Oberbürgermeister Thomas Geisel stellt sich den Fragen der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger in Lohausen

An diesem Abend in der Jonakriche in Lohausen  gab es ein alles dominierendes Thema: Die enormen Belastungen für die Menschen im Düsseldorfer Norden durch Verkehrslärm und Pendlerströme.  Aktive unserer Initiative wollten vom OB wissen, wie er zu der Einschätzung kommt, dass eine Einhausung der sechsgleisige Bahntrasse in Angermund im Rahmen des vom Bund finanzierten RRX-Pojekts eine „Luxuslösung“ sei? (vgl. seine Haushaltsrede im Stadtrat vom 21. September 2017)

Warum diese offensichtliche Vorfestlegung und verbale Abwertung in der Haushaltsrede durch den Oberbürgermeister?

Wir fragen uns: Muss ein Oberbürgermeister nicht  für den bestmöglichen Gesundheitsschutz seiner Bürgerinnen und Bürger kämpfen?

Neues Wohngebiet nah der ungeschützten Gleise: Gesundheitsschutz geht vor.

Neues Wohngebiet Wacholderstraße:“Gesundheitsschutz für die Kinder, die dort leben sollen, geht auf alle Fälle vor“

Die Rheinische Post berichtet heute über den umstrittenen Bebauungsplan „Wacholderstraße“ in Angermund, der in unmittelbarer Nähe zu den Bahngleisen liegen wird.
Beraten wurden dieser in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung 5 (BV 5). Mehrheitlich wurde eine BeschlussEMPFEHLUNG an den „Ausschuss für Planung und Stadtenwicklung“ bzw. Stadtrat für die Bebauung auf der Wacholderstraße gegeben (die FDP Fraktion in der BV 5 hat hier übrigens mit NEIN gestimmt).
Wir haben in unserer ausführlichen Stellungnahme zu diesem Bebauungsplan auf die enorme Emissionsbelastung an der Wacholderstraße hingewiesen und u.a. die realitätsfremden Berechnungsmethoden für Bahnlärm kritisiert. Die Initiative Angermund fordert die politischen Entscheider auf, den Bebauungsplan solange auszusetzen, bis nachhaltiger Lärmschutz für die Menschen in Angermund geschaffen wurde und Kinder in den Einfamilienhäusern auf der Wacholderstraße bedenkenlos groß werden können.

Denn: Nicht alles was auf dem Papier rechtens ist, ist auch richtig.

„Lärm gehört nicht verwaltet, sondern endlich abgestellt“

Die RP berichtet  über unser Fazit zur erneuten und mittlerweile dritten Lärmbefragung des Eisenbahnbundesamtes zum Schienenlärm.
Wir meinen: Man muss keine aufwendigen Umfragen und Analysen durchführen, um zu erkennen, dass die krankmachende Emissionsbelastung u.a. durch Bahnläm und Erschütterungen an den vier dicht befahrenen Gleisen in Düsseldorf-Angermund exorbitant sind.

Die Trasse ist einer der dichtest befahrenen in Deutschland und seit Jahrzehnten völlig ungeschützt. Statt aufwendige Lärmumfragen durchzuführen und  diese Belastung zu verwalten, sollte besser unmittelbar  in Lärmschutz investiert werden.

Im Gespräch mit der CDU: Stadtbezirksempfang in Kaiserswerth

26. August 2017: Stadtbezirksempfang der CDU im Düsseldorfer Norden:.

Aktive der Initiative Angermund sind der Einladung gerne gefolgt und haben mit politischen Vertretern auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene auch über Lärmschutz für Angermund und den #RRX gesprochen. Wir bedanken uns bei der CDU für die Einladung und den kurzweiligen Vormittag.

Im Gespräch (vlnr): Dr. Marianne Hagen (FDP, Bezirksvertreterin BV 05), Thomas Jarzombek (CDU, MdB, Kreisvorsitzender der CDU und Bundestagskandidat für den Düsseldorfer Norden) Elke Wagner (Vorsitzende der Initiative Angermund), Andreas Auler (CDU, Stadtrat) sowie Friedrich G. Conzen (CDU, Bürgermeister der Stadt Düsseldorf)

Außer Spesen nichts gewesen? NRZ berichtet über unser kritisches Fazit zur Bahnlärmumfrage

Die NRZ berichtet über die Initiative Angermund e.V. und die Sinnhaftigkeit der Bahnlärmumfrage des Eisenbahnbundesamtes, die am 25. August 2017 endet:

„Am heutigen Freitag endet die Öffentlichkeitsbeteiligung des Eisenbahnbundesamtes zur Lärmaktionsplanung. Deutschlandweit konnten Betroffene die Lärmbelastung durch Schienenverkehr unter anderem in einem Online-Fragebogen dokumentieren.

Für die Initiative Angermund, die seit mehr als 20 Jahren für die Reduktion des krankmachenden Lärms an der dicht befahrenen und ungeschützten Trasse in Angermund kämpft, Zeit für ein ernüchterndes Fazit: Rund 150 Angermunder haben bis sich an der Bahnlärmumfrage, die mitten in den Sommerferien stattfand, beteiligt. „Durch die ungeschickte Terminierung in der Haupturlaubszeit ist diese Öffentlichkeitsbeteiligung bei vielen Betroffenen untergegangen“ ist sich Elke Wagner, die Vorsitzende der Initiative Angermund, sicher. Auch bemängelt sie das komplizierte Beteiligungsverfahren samt Online-Registrierung und Abgabe privater Daten, als „große Hürde“.

Wolfang Eggerath, der in Angermund geboren ist und seit nunmehr 68 Jahren die Emissionen und Belastungen von der ungeschützten Bahntrasse ertragen muss, bringt die Kritik vieler Angermunder an dieser mittlerweile dritten Befragung des Eisbahnbundesamtes zum Bahnlärm auf den Punkt: „Wir sind es leid, wieder einmal Fragebögen auszufüllen. Lärm gehört nicht verwaltet, sondern endlich abgestellt.“ Desillusioniert ergänzt er: „Seit Jahrzehnten warten wir in Angermund jetzt schon auf Lärmschutz, passiert ist nichts, außer dass immer mehr Züge samt ohrenbetäubendem Krach über unsere Trasse gejagt werden.

Die Sinnhaftigkeit dieser aufwendigen Befragung stellt sich nach Meinung der Initiative zu Recht, finden interessierte Bürger auf der Webseite des Eisenbahnbundesamtes im „Kleingedruckten“ unter anderem folgenden Hinweis: „Aus den Ergebnissen der Lärmkartierung und der Lärmaktionsplanung leiten sich keine unmittelbaren Rechtsfolgen ab.“ Und weiter heißt es dort auf die zentrale Frage „Was bewirkt meine Beteiligung an der Lärmaktionsplanung?“ äußerst schwammig und für Betroffene völlig unbefriedigend: „Die Öffentlichkeitsbeteiligung gibt dem Eisenbahn-Bundesamt die Möglichkeit, die Situation von durch Schienenverkehrslärm belasteten Personen zu analysieren. Auf der Grundlage dieser Auswertung und der Belastungsanalyse können langfristig Maßnahmen angeregt werden, um die Lärmbelastung zu senken.

„Wir Betroffene bleiben ratlos zurück“, sagt Elke Wagner. Sie fragt sich wie viele Angermunder: Außer Spesen, nichts gewesen?“

Im Gespräch mit der FDP

Vor Ort in Angermund: Frau Dr. Strack-Zimmermann (Stadträtin und Bundestagskandidatin der FDP für den Düsseldorfer Norden sowie stellv. FDP-Bundesvorsitzende) und Herr Schulz (Kleine Kommission RRX) waren heute vor Ort in Angermund, um mit Aktiven der Initiative Angermund über den RRX und den Lärmschutz zu sprechen.
Wir danken beiden für das konstruktive und unkomplizierte Gespräch.

Infostand: Das plant die Initiative Angermund

 Infostand zur Einhausungsplanung der Initiative Angermund e.V.  vor Edeka/Kamps:
Vielen Dank an alle Angermunder, die sich Zeit genommen und sich mit uns über die neusten Planungen zur Einhausung ausgetauscht haben. Euer Zuspruch – insbesondere auch für die städtebaulichen Potentiale unserer Lösung – motivieren uns sehr.
Unser besonderer Dank gilt unserem Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek (CDU) sowie Udo Bonn (Bundestagskandidat für den Düsseldorfer Norden für Die Linken), dass sie zum Infostand gekommen sind, um den neusten Sachstand aus erster Hand zu erfahren.
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Frau Wagner, Vereinsvorsitzende erklärt die MdB Thomas Jarzombek die Einhausung der Initiative Angermund