Schlagwort-Archive: Rhein-Ruhr-Express

Der Rhein-Ruhr-Express (RRX): Das sind die Dopplestock-Züge von Siemens kombiniert mit einem dicht getakteten RRX-Fahrplan für die Metropolregion Rhein/Ruhr.Erste RRX Züge werden ab 2018 in NRW verkehren. Die dichte RRX-Takung kann erst kommen, wenn die Gleise auf der Strecke ausgebaut sind – das gilt vor allem für das Nadelör in Düsseldorf-Angermund.

Der RRX ist gut für die Pendler, denn er schafft Entlastung für die vollen Straßen in NRW. Doch des Pendlers Freund, darf nicht des Angermunders Leid werden. Da sämtliche RRX-Linien ungebremst mit 160 km/h  mitten durch Düsseldorf Angermund  rasen werden und in der Rosenstadt-Angermund ein massiver Gleisausbau umgesetzt werden soll, ist die Betroffenheit in diesem Stadtteil ausserordentlich hoch.

So geht RRX. So geht respektvolle und gute Nachbarschaft.

Die Bürgerinitiative in Angermund bestmöglichen aktiven Schallschutz in Form einer Einhausung. Bei dieser Lösung werden die sechs Gleise tiefer gelegt und Lärm und Erschütterungen eingepackt.

So geht RRX, so geht respektvolle und gute Nachbarschaft.

[caption id="attachment_2322" align="aligncenter" width="885"]karte-linienplan-streckenplan-rrx-bvwp-regionalverkehr-vrr-nrw-duesseldorf-angermund-initiative-bahnlaerm-belastung-betroffenheit Der Linienplan des RRX zeigt: Sämtliche RRX Linien werden mitten durch Angermund rasen[/caption]

 

*** 29. November 2018 ***

Terminhinweis: RRX und Gleisausabau in Duisburg Rahm/Großenbaum, RRX PFA 3.2

  • Donnerstag, 29. November, ab 18:00 Uhr,
  • Bertold Brecht Berufskolleg in Duisburg Huckingen
  • Am Ziegelkamp 28-30, 47259 Duisburg

Die DB Netz AG lädt und präsentiert uns Betroffenen unter dem sinnigen Motto „Gut zuhören“ am 29.11. ihre fertigen Pläne zum Gleisausbau für den Bereich Duisburg Süd – also für die Angermunder Nachbarorte, u.a. Duisburg-Rahm und Großenbaum (RRX Planfeststellungsabschnitt 3.2). Die DB-Planungen für Angermund werden am 29. November nicht behandelt – nichtsdestotrotz werden die Planungen für Rahm und Großenbaum uns als direkte Nachbarn auch betreffen.
Für die DB ist diese Veranstaltung wohl abermals nicht mehr als eine reine Formalie. Denn eine aufrichtige und umfängliche Erklärung des komplexen Materials, kann aufgrund des gesetzten Zeitrahmens von 1,5 h nicht ernsthaft erfolgen. Da der Gastgeber auch Bauherr ist (DB Netz AG),  gehen wir wieder einmal von einer sehr einseitigen Informationsveranstaltung im Sinne des DB Netz AG aus.

Um es nochmals deutlich zu machen: Unser Abschnitt hier im Norden Düsseldorfs/Süden Duisburgs gilt heute schon als einer der dichtest befahrenen Trassen Deutschlands und zukünftig werden sämtliche RRX Züge mit Spitzengeschwindigkeiten durch Angermund, Rahm und Großenbaum fahren. Sobald die weiteren Gleise liegen, sind u.a auch mehr Güterzüge nachts gepplant.
Spätestens jetzt sollten alle Betroffene in Duisburg aktiv werden und sich einbringen – denn es geht um unsere Stadtteile und unsere Heimat.

WDR – Angermund: Die Nagelprobe für die Bahn und den RRX

Das WDR Fernsehen (Lokalzeit Düsseldorf vom 8. März 2017) widmet sich ausführlich der Bahnlärmsituation in Angermund auf der offenbar nie genehmigten Trasse sowie dem RRX und konstatiert: Angermund wird zur Nagelprobe für die Bahn und den RRX.

Sehr aufschlußreich sind die Aussagen des RRX-Projektverantwortlichen. Es soll wohl der Einduck entstehen, dass nur die DB-Variante zum Schallschutz abwägungsrelevant ist und die Würfel für Düsseldorf-Angermund längst gefallen sind.
Wir hatten das mit der Bürgerbeteiligung, den einvernehmlichen Abstimmungsprozessen  um den Planfestellungsverfahren und -genehmigungen ein wenig anders verstanden …

Resümee des WDR: Angermund wird die Nagelprobe für die Bahn und den RRX

 

Einladung: Bürgerinfo am Sonntag, 18. Februar 2018

Terminhinweis: Einladung an alle Angermunderinnen und Angermunder

 

Quo vadis Angermund?

Bürgerversammlung der Initiative Angermund e.V.

Sonntag, 18. Februar 2018, 15:00 – 16:00 Uhr

Ort: Schützenhaus der St. Sebastianus Bruderschaft

Freiheitshagen 33, 40489 Düsseldorf-Angermund

Angermund steht mit dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) vor einer wahrhaft historischen Entscheidung:

  • Gelingt die verträgliche und nachhaltige Integration der bald sechsgleisigen Trasse durch die Einhausung?
  • Oder wird die Deutsche Bahn mit meterhohen Lärmschutzwänden, die nur sehr ein-geschränkt wirken, die städtebauliche Verschandelung der Rosenstadt über Jahrzehnte hinweg zementieren?

Diese Fragen will die Initiative Angermund e.V. beleuchten und den neuesten Sachstand rund um den RRX in Angermund in einer Informationsveranstaltung vorstellen. Eingeladen sind alle Angermunder Bürgerinnen und Bürger. Unsere Themen:

  • RRX und neueste Gutachten zum Lärmschutz in Angermund: Auswertung und nächste Schritte.
  • Planfeststellungsverfahren: Aktueller Stand und wie geht es weiter?
  • Einhausungslösung der Initiative Angermund: Neuester Stand der Dinge
  • Was sagen die politischen Entscheider?

Der Ausschank im Schützenhaus ist geöffnet. Familien mit Kindern sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Der Vorstand der Initiative Angermund e.V.

Transparenz beim RRX? Videostream der Stadtratsitzung vom 13. Juli 2017.

Die Frage und anschließende Diskussion im Düsseldorfer Stadtrat zur (fehlenden) Transparenz beim Großprojekt RRX seitens der Stadtverwaltung kann  im Videostream nachverfolgt werden:

https://www.duesseldorf.de/…/ratssitzung-vom-13-juli-2017.h…

Für alle politisch und juristisch interessierten: Es sind interessante 25 Minunten unter Tagesordnungspunkt TOP 4a.

Das Mammutprojekt RRXgreift in Düsseldorf massiv in öffentliche und private Belange ein. 6 Planfestellungsabschnitte gibt es zum nötigen Neu- und Ausbau in Düsseldorf. In 6 Planfeststellungsverfahren können und sollen sich die Bürger mit Einwendungen einbringen. Um sich entsprechend – jenseits der Hochganzfolien der DB – qualifiziert in das RRX-Projekt einarbeiten zu können, hat unser Rechtsbeistand deshalb bereits vor 2 Jahren für uns Akteneinsicht bei unserer eigenen Stadt Düsseldorf beantragt. Unserer Ansicht nach ein völlig normaler Vorgang – gerade wo doch Land auf und Land ab Bürger „mitgenommen werden sollen“ und Bürgerbeteiligung und Transparenz in jeder politischen Sonntagsrede herausgestellt werden. Auch der Düsseldorfer Ampelkooperationsvertrag (SPD, FDP, GRÜNE) spricht hier eine deutliche Sprache.

Was zwischenzeitlich bei anderen Behörden und öffentlichen Stellen in Sachen Akteneinsicht RRX funktioniert hat, geht bei der Stadt ganz offensichtlich bis heute nicht. Warum nicht?

Viel Spaß beim Gucken.

Unsere Anträge an die Stadt Düsseldorf sind übrigens klar umrissen und lauten wie folgt:

Im Namen unserer Mandantin beantragen wir,

1. die Gewährung von Zugang gemäß § 4 Abs. 1 IFG NRW zu den bei der Landeshauptstadt Düseldorf vorhandenen amt-lichen Informationen über
a) alle beantragten, vereinbarten, zugesagten, gewährten und geplanten finanziellen Leistungen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen für Bau oder Betrieb der Trasse des Rhein-Ruhr-Expresses,
b) alle Vereinbarungen zwischen dem Bund oder dem Land Nordrhein-Westfalen einerseits und der Deutsche
Bahn AG, der DB Netz AG, der DB Station & Service AG, der DB Energie GmbH oder der DB ProjektBau GmbH andererseits über die Finanzierung von Bau oder Be-trieb der Trasse des Rhein-Ruhr-Expresses,
c) alle Bewilligungsbescheide über die Gewährung von Fördermitteln an die Deutsche Bahn AG, die DB Netz AG, die DB Station und Service AG, die DB Energie GmbH oder die DB ProjektBau GmbH für Bau oder Betrieb der Trasse des Rhein-Ruhr-Expresses,
wobei wir darum bitten, den Zugang möglichst durch Ge-währung von Akteneinsicht sicherzustellen.

2. die Gewährung von Zugang gemäß § 2 UIG NRW zu allen bei der Landeshauptstadt Düsseldorf vorhandenen Umweltin-formationen über Bau und Betrieb der Trasse für den Rhein-Ruhr-Express, einschließlich der Feststellung des Bedarfs hierfür, insbesondere in den Planfeststellungsabschnitten 3.1 (Düsseldorf-Unterrath – Düsseldorf-Angermund) und 3.2 (Düsseldorf-Angermund – Duisburg Hbf), wobei wir darum bitten, den Zugang möglichst durch Gewährung von Akten-einsicht sicherzustellen.
Die geltend gemachten Ansprüche sind begründet. Dies ergibt sich unmittelbar aus § 4 Abs. 1 IFG NRW bzw. aus § 2 UIG NRW.

Können die Bürger den RRX vor Gericht ausbremsen?

Die Westdeutsche Zeitung berichtet über die Bürgerinformationsveranstaltung von Ratsherr Andreas Auler zum RRX in Angermund.

„Wir sind beim Lärmschutz 40 Jahre lang an der Nase herumgeführt worden,“ ärgert sich Elke Wagner, die Vorsitzende der Bürgerinitiative. Die Bahn wolle die Einhausung erst gar nicht ernsthaft prüfen, ist ihre Überzeugung. Notfalls will sie das erzwingen: „Wir sind juristisch hochgerüstet. Angermund ist das Nadelöhr der Strecke. Ohne uns läuft nichts.“

 

RRX: In Angermund gibt es schon lange Protest

Wie ist der Stand in Angermund ?

Die Rheinische Post berichtet über den zunehmenden Protest in Düsseldorf gegen die RRX Planungen der Deutschen Bahn. Nicht nur in Angermund, sondern auch in den anderen  Stadtteilen regt sich  massvier Widerstand gegen die RRX Planungen, die unsere Stadtteile verschandeln und veröden lassen und in ihrer Schutzwirkung äußerst fragwürdig sind.

Die RP über Angermund:

Wie ist der Stand in Angermund ?

Die Unterlagen für den RRX-Umbau im nördlichen Teil der Stadt sind noch nicht eingereicht, das könnte im Herbst passieren. Eine Bürgerinitiative drängt weiter auf eine Einhausung, also eine überdachte und tiefergelegte Bahnstrecke – obwohl die Bahn dies wegen angeblicher Mehrkosten in Höhe von 450 Millionen Euro ablehnt. Die Initiative geht von deutlich geringeren Kosten aus und vermutet, dass die Bahn ihre Variante mit Schutzwänden durchsetzen möchte, indem sie die Alternative teuer rechnet. Auch CDU-Ratsherr Andreas Auler wirft der Bahn vor, keine ernsthafte Prüfung vorgenommen zu haben. Auler hat gestern zu einer Info-Veranstaltung geladen – und fordert eine aussagekräftigere Planung. „So kann man die Entscheidung nicht treffen.“ (RP 08.07.2016)

RRX: Düsseldorf ist trauriges Schlusslicht. Offener Brief an Oberbürgermeister Thomas Geisel

Heute haben wir uns mit diesem offenen Brief an unseren Oberbürgermeister gewandt.

Zum Hintergrund: Seit mehr als 2 Jahren verwehrt uns unsere eigene Stadt das verbriefte Recht auf umfängliche RRX-Akteneinsicht. Sie ist damit trauriges Schlusslicht aller von uns angefragten Behörden und öffentlichen Stellen.

Wir meinen: Die offenkundige Verzögerungstaktik und Intransparenz fördert Politikverdrossenheit und Misstrauen der Bürgerschaft, sowohl gegenüber der Stadt, als auch gegenüber dem wichtigen Großprojekt RRX.

Auch ist es uns durch dieses Informationsdefizit unmöglich, die Qualität der Umsetzung des einstimmigen RRX-Stadtratsbeschlusses vom März 2017 ansatzweise zu begleiten oder nachzuvollziehen. 

 

Initiative Angermund fordert „Stiftung Warentest“ für RRX-Planungen

Düsseldorf-Angermund, 12. Juni 2017

Am, Montag den 12. Juni 2017, startet die Offenlage für den RRX-Planfeststellungsabschnitt 2.1 (Düsseldorf-Reisholz bis Düsseldorf-Wehrhahn). Die Planungen der Deutschen Bahn (DB) zu NRWs größtem Infrastrukturprojekt können von Bürgern vier Wochen eingesehen und bis zum 25. Juli Einwendungen eingebracht werden (Link: http://evit-net.de/RRX PfA 2-1/index.php ).

Die Initiative Angermund e.V. ruft deshalb alle betroffenen Düsseldorfer auf, diese letzte Chance zu nutzen, um Einfluss auf die RRX-Planungen in ihren Stadtteilen zu nehmen.

Seit 2006, also seit 11 Jahren, arbeitet die DB als Vorhabensträger am RRX-Projekt, für dessen Planung Steuergelder in dreistelliger Millionenhöhe[1] eingesetzt wurden. Der RRX und der Trassenausbau werden das Stadtbild in Düsseldorf nachhaltig verändern und alle Menschen, die in Gleisnähe leben, über Generationen betreffen.

„Es geht um eure Stadtteile – deshalb schaut genau hin, was konkret geplant wird und bringt euch ein“, appelliert Elke Wagner, Vorsitzende der Bürgerinitiative, an alle betroffenen Düsseldorfer.

Nachdenklich merkt sie an, dass dies für Bürger alles andere als einfach sei. Den Grund will die Initiative u.a. in der Ausrichtung und Qualität der RRX-Bürgerinformationsveranstaltungen ausgemacht haben. Diese werden im Vorfeld zur Offenlage im Wesentlichen vom Antragsteller und Vorhabensträger (DB Netz AG) abgehalten, der wiederum das Projekt aus seiner Sicht so schnell und unkompliziert wie möglich aufs Gleis bringen möchte.

Dieses Interesse ist nachvollziehbar, einer umfänglichen und objektiven Bürgerinformation im Vorfeld zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Planfeststellungsverfahren aber abträglich, kommentiert Frau Wagner.

Wie der RRX-Informationsfluss zu den betroffenen Bürgern neutraler und transparenter gestaltet werden kann, zeigt sich am Beispiel des Düsseldorfer Flughafens. Dieser stellte den Bürgerinitiativen im Verfahren zur Kapazitätserweiterung 100.000 EU für die Beauftragung eigener Gutachten zur Verfügung. Ein solch ausgewogenes Prozedere fehlt bislang beim Mammut-Projekt RRX.

„Wir brauchen dringend eine Art Stiftung Warentest, die die Angaben und Ausführungen der RRX-Planer im Sinne der Betroffenen ergänzt, hinterfragt und prüft“, fordert Frau Wagner. Dies könnten Bürger bei einem solch komplexen Verfahren ohne fachlichen Beistand und Budgets allein nicht leisten.

Frau Wagner ist sicher, dass eine unabhängige Instanz, die betroffenen Menschen deutlich besser in die Lage versetzten würde, sich mit Stellungnahmen und Einwendungen bei diesem folgenreichen Großprojekt einzubringen. Ungleichgewichte bei den Kenntnisständen könnten minimiert und so die Qualität der Öffentlichkeitsbeteiligung deutlich optimiert werden.

[1] Vgl. ua. „Planungsstand und Haushaltsmittel des RRX, http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/003/1700357.pdf und/oder Prüfung durch den Bundesrechnungshof: https://www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/pruefungsmitteilungen/langfassungen/2010/2010-pm-verwaltungshandeln-des-bundesministeriums-fuer-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-im-zusammenhang-mit-der-realisierung-des-rhein-ruhr-express